10.9.2007 16:54

Chile zieht Salas als "As aus dem Ärmel":
"Rückkehrer" ist Rekord-Torschütze Chiles

  • Marcelo Salas motiviert gegen Österreichs Nationalelf
  • Statistik gegen Testspielgegner Chile aber positiv

Chile setzt im Fußball-Testspiel im Wiener Happel-Stadion gegen Österreich auf Rückkehrer Marcelo Salas. Der chilenische Rekord-Torschütze (35 Treffer in 65 Spielen) wurde zwar beim 1:2 der Südamerikaner gegen die Schweiz in der ersten Partie im Rahmen des "Turniers der Kontinente" erst in der 84. Minute eingewechselt, wird aber gegen die ÖFB-Truppe ziemlich sicher sein Comeback in der Startelf nach zweijähriger Team-Absenz geben.

Salas zeigte sich bereits voller Tatendrang. "Ich bin in bester Stimmung, weil mir bewusst ist, dass mit der Nationalmannschaft jetzt ein Neuanfang beginnt, mit neuen Leuten sowohl bei den Trainern als auch bei den Spielern. Wir müssen diesen Weg nur in aller Ruhe in Angriff nehmen", erklärte der 33-jährige Stürmer.

Der Ex-Serie-A-Goalgetter hatte Italien 2003 wieder Richtung Südamerika verlassen. "Ich habe mein letztes Match in Europa vor vier Jahren mit Juventus gespielt und freue mich schon sehr, wieder hier zu sein. Hoffentlich gelingt mir eine gute Leistung."

Die Karriere von Jose Marcelo Salas Melinao, wie der Angreifer mit vollem Namen heißt, begann 1993 bei Universidad de Chile. Ein Jahr später feierte er sein Team-Debüt und traf in dieser Partie prompt gegen Argentinien. 1996 folgte der Wechsel zu River Plate, wo er sich auf Anhieb in die Herzen der Fans spielte, mit dem Verein aus Buenos Aires drei Meisterschaften und 1996 auch die Copa Libertadores gewann sowie 1997 zu Südamerikas "Fußballer des Jahres" gewählt wurde.

Bei der WM 1998 in Frankreich sorgte Salas, der zu dieser Zeit im Team mit Ivan Zamorano den Traumsturm "Za-Sa" bildete, mit vier Treffern in vier Partien für Furore. Ein Mal scorte "El Matador", wie er seit seiner Zeit in Argentinien genannt wurde, auch beim 1:1 im Gruppenspiel gegen Österreich, wobei zunächst nicht klar war, ob der Ball die Linie überschritten hatte. Erst Tage später aufgetauchte Fotos belegten jedoch, dass der Treffer regulär war.

Schon vor der WM hatte Salas bei Lazio unterschrieben. Auch dank seiner Tore wurden die Römer 2000 erstmals seit 1974 Meister. 2001 sicherte sich Juventus die Dienste des Goalgetters, der in seiner Zeit in Turin aber oft von Verletzungen geplagt wurde und keinen allzu großen Beitrag zu den beiden "Scudettos" 2002 und 2003 leisten konnte.

Der medienscheue, trotz seiner relativ geringen Größe von 1,73 m äußert kopfballstarke Kicker ging 2003 zurück zu River Plate, ehe er vor zwei Jahren wieder für Universidad de Chile einlief. Obwohl noch im Vorjahr Rücktritts-Gerüchte kursierten, weil der 33-Jährige neuerlich mit einigen Blessuren zu kämpfen hatte, traf er zuletzt bei seinem Stammclub wie in alten Tagen. Salas' Erklärung für seine Goalgetter-Qualitäten klingt simpel: "Ich habe eine Ahnung, wohin der Ball fliegen wird und bin einen Bruchteil vor dem Abwehrspieler da."

(apa)

10.9.2007 16:54
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