Alonso Kronzeuge bei der Spionage-Affäre:
Dicke Luft zwischen Weltmeister und Dennis
- Zukunft von Alonso bei McLaren damit sehr unsicher
- Max Mosley: McLaren habe bei Urteil Glück gehabt
·Team McLaren be- teuert seine Unschuld
"Haben keinerlei fremdes Gedankengut verwendet"
·FIA begründet ihr Urteil auf 14 Seiten
E-Mails mit brisantem Inhalt veröffentlicht
·FIA-Urteil: Dennis' Lebenswerk bröckelt
Ausschluss McLarens
aus Konstrukteurs-WM
·Die Chronologie der Spionageaffäre
Was zu dem harten Urteil gegen McLaren führte
·Die internationalen Reaktionen zum Urteil
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·GRAFIK: Fakten zu McLaren-Mercedes
Die Eigentümer, die WM-Titel, das Budget etc.
·Die härtesten Strafen
der F1-Geschichte
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Die Verurteilung von McLaren-Mercedes wäre ohne die Beweise, die Weltmeister Fernando Alonso dem Automobil- Weltverband FIA vorgelegt hat, nicht möglich gewesen. Das bestätigte FIA-Präsident Max Mosley am Samstag. Alonso sei aufgrund seiner Informationen - der Spanier hatte u.a. seinen E-Mail-Verkehr mit Testfahrer Pedro de la Rosa zur Verfügung gestellt - auch ohne Strafe davongekommen.
Die Zukunft Alonsos bei McLaren scheint damit ungewisser denn je. Der Weltmeister verfügt über einen Dreijahres-Vertrag bei den Silberpfeilen, hat aber bereits mehrfach seine Unzufriedenheit signalisiert. Eine Rückkehr zu seinem Ex-Team Renault steht im Raum. Das dementierten am Samstag aber sowohl Alonsos Manager Luis Garcia Abad als auch Renault-Teamchef Flavio Briatore.
Schwarze Wolken über Alonso und Dennis
Alonsos Angaben dürften das ohnehin gespannte Verhältnis zu McLarenTeamchef Ron Dennis aber weiter belasten. "Ohne das, was er uns gegeben hat, wären wir nicht in der Lage gewesen, alles öffentlich zu belegen", erklärte FIA-Präsident Mosley. Dennis habe ihn als Erster telefonisch informiert, dass Alonso über kompromittierende Daten verfüge. "Er hat mir aber gesagt, das sind alles Erfindungen." Erst durch weitere Ermittlungen der italienischen Justiz habe sich die Dimension der Affäre klar dargestellt.
McLaren glimpflich davongekommen?
Stichhaltige Beweise für das Nutzen von Ferrari-Daten zum eigenen Vorteil gibt es zwar nicht, dennoch hält Mosley das Urteil gegen McLaren - der Rennstall wurde für 2007 aus der Konstrukteurs-WM ausgeschlossen und verliert 100 Mio. US-Dollar an Strafe - für gerecht. "Sie haben Glück gehabt, dass es nicht schlimmer gekommen ist. Auch ein Ausschluss für 2007 und 2008 ist im Raum gestanden. Da hätte McLaren mehr als 100 Mio. verloren", erklärte der Engländer. (apa/red)
