Donnerstag, 13. September 2007

Lewis Hamilton macht Aussage vor der FIA:
Auch Testpilot de la Rosa gibt Statement ab

  • Norbert Haug und Ron Dennis in Delegation dabei
  • Alonso gab seine Stellungnahme bereits schriftlich ab

Der Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes setzte in der zweiten Anhörung zur Spionage-Affäre vor dem FIA-Weltrat auch auf Lewis Hamilton. Der britische WM-Spitzenreiter wollte vor dem 26-köpfigen Gremium, dessen Sitzung am Donnerstagvormittag begann, ein Statement zu den Vorwürfen gegen seinen Arbeitgeber abgeben. Das gilt auch für Ersatzpilot Pedro de la Rosa (Spanien).

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gehörte ebenso zur Delegation der Silberpfeile, denen im schlimmsten Fall der WM-Ausschluss auf Zeit droht. Weltmeister Fernando Alonso wird hingegen bei der offiziellen Pressekonferenz des Internationalen Automobilverbandes FIA zum viertletzten Saisonlauf an diesem Sonntag in Spa-Francorchamps sein.

Der Spanier hatte auf einen Brief des FIA-Präsidenten Max Mosley bereits geantwortet, nachdem neue Beweise in der Affäre um geheime Ferrari-Unterlagen aufgetaucht sein sollen. Hamilton und de la Rosa hatten dies englischen und spanischen Medienberichten zufolge noch nicht getan.

Die Informationen des Erzrivalen Ferrari sollen durch den ehemaligen Chefmechaniker der Scuderia, Nigel Stepney, an den Ex-McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan gelangt sein. In einer ersten Anhörung am 26. Juli war McLaren-Mercedes aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Nachdem aber angeblich neue Beweise aufgetaucht sein sollen - es soll sich um einen Email-Verkehr zwischen Alonso und de la Rosa handeln - wurde die eigentliche Berufungsverhandlung in eine zweite Anhörung umgewandelt.

Für McLaren-Mercedes steht sportlich die ganze Saison sowie die Zukunft auf dem Spiel. Das britisch-schwäbische Team führt vor dem 14. WM-Lauf in der Konstrukteurswertung mit 166 Punkten vor Ferrari (143). Bei den Fahrern liegt Hamilton (92) knapp vor Alonso (89). Dritter ist Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen (74). Neben einem WM-Ausschluss Zeit sind ein Punktabzug oder eine Geldstrafe, aber auch ein erneuter Freispruch möglich.
(apa/red)

13.9.2007 12:22
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