Nici Hosp arbeitet auf Titelverteidigung hin:
Weltcupsiegerin: "Ich weiß jetzt wie es geht"
- "Geht bei Null los, ich sehe mich nicht als Gejagte"
- Keine großen Umstellungen bei Material und Training

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·Neuer Trainingssturz
von Marlies Schild!
Bruch des Mittelhand- knoches - schon operiert
"Stressig und schön war der Sommer", sagt Nicole Hosp. Viele Termine und Ehrungen standen bei der Tirolerin auf dem Programm, nachdem sie erstmals den alpinen Gesamt-Ski-Weltcup gewonnen hatte. Mittlerweile steht das Sportliche wieder auf dem Tagesprogramm. Im Kitzbüheler Hotel aRosa und auf dem Gletscher in Sölden setzt Hosp mit dem ÖSV-Team die Vorbereitung auf die Wintersaison fort, die am 27. Oktober mit dem Riesentorlauf in Sölden beginnt. "Ich will das noch einmal erleben, jetzt weiß ich ja, wie es geht", blickt Hosp der Titelverteidigung optimistisch entgegen.
Hosp hat die große Anteilnahme an ihren Erfolgen genossen. "Die Leute reden dich an, freuen sich mit dir. Man merkt, wie sie mitgefiebert haben", meinte sie. Ausschalten und entspannen war aber auch angesagt. Beim "Schattenliegen" im Urlaub auf den Seychellen, mehr aber mit ihrem Schäferhund Patty. "Wenn ich den Kopf voll habe, schnappe ich den Hund und gehe spazieren. Da konzentriere ich mich darauf, dass ich Spaß habe und nicht auf das Rundherum", erläutert die Bichlbacherin ihre Art der mentalen Regeneration.
Das Rundherum ist auch stets die Frage nach der Titelverteidigung und ihre neue Position als Gejagte. Hosp sieht das nicht so. "Ich schaue nicht, was war, sondern konzentriere mich auf die neue Saison. Es geht wieder bei Null los, ich sehe mich daher nicht so als Gejagte", erklärte sie. In der Vorsaison sei es manchmal schwierig gewesen, weil Gespräche sehr oft um den Gesamtweltcup gegangen seien, sagt die Stams-Absolventin. Das wird sich wohl in den nächsten Monaten nicht ändern. Allerdings: "Mein großes Ziel habe ich erreicht, das kann mir keiner mehr nehmen." Zudem nimmt sie als Erfahrung mit, "dass es erst wirklich fertig ist, wenn es fertig ist. Auch wenn vieles dagegen spricht, man darf die Geduld nicht verlieren." Denn Ungeduld hat sie einst als ihre Schwäche beschrieben.
Krank statt Training
Geduld musste die 23-Jährige auch beim Trainingslager in Neuseeland zeigen. Während ihre Teamkolleginnen bei super Bedingungen ihre Einheiten absolvierten, lag Hosp mit Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Fieber im Bett. Auf dem langen Flug um die halbe Erdkugel hatte sie einen Virus aufgeschnappt. Erst in der letzten Woche stand Hosp wieder auf den Skiern. Weit zurückgeworfen hat sie das nicht, meint sie, zudem will sie die verlorenen Skitage übernächste Woche, eventuell beim Training mit Herren, aufholen.
Große Umstellungen standen auch nicht an. Weder vom Training her noch vom Material, auch wenn in dieser Saison ein neues Reglement (u.a. Taillierung) in Kraft tritt. Hosp hatte schon bei der WM im Riesentorlauf auf Ski gesetzt, die den neuen Anforderungen entsprechen, und war so zu Gold gefahren. Auch den Kombinations-Slalom fuhr die Tirolerin schon mit neuem Material. "Es ist nicht wirklich viel Unterschied. Die meisten Läuferinnen sind mit dem neuen Material sogar schneller als mit dem alten", weiß sie.
