Jackpot der Golden League ist geknackt:
1 Mio. Dollar für Richards und Isinbayeva
- Leichtathletinnen können in Deutschland brillieren

·Neuer Weltrekord von Powell über 100 m
Jamaikaner lief 9,74 Sek.
bei LA-Meeting in Rieti
Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Isinbajewa aus Russland und 400-Meter-Sprinterin Sanya Richards aus den USA haben den Millionen-Jackpot der Leichtathleten geknackt und sind um jeweils eine halbe Million Dollar (360.750) reicher. Das Power-Duo setzte seinen Siegeszug in der Golden League auch zum Abschluss im 66. Internationalen Stadion-Sportfest (ISTAF) am Sonntag in Berlin fort. Nach dem sechsten Erfolg in der Gold-Serie teilten sich Richards und Isinbajewa die Prämie von einer Million Dollar (721.501 Euro).
Vor 70.352 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion - 2009 Schauplatz der Weltmeisterschaften - beeindruckte vor allem Richards, die in 49,27 Sekunden siegte und damit zum dritten Mal en suite - nach 49,36 in Zürich und 49,29 in Brüssel - Jahresweltbestzeit lief. Überfliegerin Isinbajewa überquerte als einzige Athletin 4,82 m und versuchte sich dann dreimal erfolglos an der Weltrekordhöhe von 5,02 m, wobei sie im dritten und letzten Versuch knapp scheiterte.
"Armen Kindern helfen" und "gut anlegen"
"Ich habe schon genug Geld für das ganze Leben. Mit dem Sieg kann ich armen Kindern helfen", erklärte Seriensiegerin Isinbajewa. Richards, bereits im Vorjahr Jackpot-Gewinnerin - damals kassierte sie eine Viertelmillion - will die 500.000 Dollar dagegen "gut anlegen".
Obergföll gewinnt im Speerwurf
Am spannendsten ging es in Berlin sehr zur Freude der deutschen Zuschauer in der Speerwurf-Entscheidung der Frauen zu: Die deutsche Europarekordlerin Christina Obergföll entschied die WM-Revanche mit 64,58 Meter für sich und tankte Selbstvertrauen für das Weltfinale am kommenden Wochenende in Stuttgart. Tschechiens Weltmeisterin Barbara Spotakova (64,51) und die drittplatzierte Europameisterin Steffi Nerius aus Deutschland (64,49) hatten nur sieben bzw. neun Zentimeter Rückstand.
Hart am Limit
Zu den Top-Leistungen gehörten zudem die 88,58 m von Speerwurf-Weltmeister Tero Pitkämäki aus Finnland und der Hürdensprint von Susanna Kallur: Die Schwedin blieb bei ihrem Erfolg in 12,49 Sekunden erstmals unter der "Zwölfeinhalb-Sekunden-Marke". US-Star Jeremy Wariner setzte seinen Siegeszug über die 400 Meter fort und glänzte erneut in 44,05 Sekunden. (apa/red)
