Kate Allen scheitert beim ITU-Weltcup:
Nur Platz 26 bei Generalprobe für Olympia
- Weltmeisterin Fernandes (POR) holte sich den Sieg
- Allen: "Über Platz 26 kann und darf man nicht jubeln"

Für Triathlon-Olympiasiegerin Kate Allen ist die Generalprobe für das Olympia-Rennen im kommenden Jahr ohne Spitzenergebnis zu Ende gegangen. Die gebürtige Australierin belegte am Samstag beim ITU-Weltcup über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Rad/10 km Laufen) auf dem Olympiakurs nahe Peking mehr als fünf Minuten hinter Siegerin Vanessa Fernandes (POR) lediglich Rang 26.
Weltmeisterin Fernandes dominierte einmal mehr, die Portugiesin übernahm nach dem zweiten Wechsel die Führung und lief bei danach bei hohen Temperaturen einem ungefährdeten Sieg entgegen. Die weiteren Podestplätze gingen wie zuletzt bei der WM in Hamburg an die Australierin Emma Snowsill und Laura Bennett aus den USA. Die zweite ins Rennen gegangene Österreicherin, Lisa Hütthaler aus Wien (6:54 Min. zurück), beendete den Bewerb auf dem 38. Platz. Hütthaler kam schließlich 1:40 Minuten hinter Allen ins Ziel.
Nach der Schwimmstrecke, die wegen des warmen Wassers ohne Neopren -Anzug absolviert wurde, hatten die ÖTRV-Damen bereits 1:25 Minuten (Hütthaler) bzw. knapp 2 Minuten (Allen) Rückstand. So fanden sich die beiden beim Radfahren in der dritten bzw. fünften Gruppe wieder und mussten die meiste Führungsarbeit leisten, um nicht noch weiter zurückzufallen. Allen ging schließlich vom 52. Rang aus auf die Laufstrecke. Hütthaler nahm knapp 1:30 vor Allen als 26. die abschließende 10-km-Strecke in Angriff.
Mit der fünftschnellsten Laufleistung verbesserte sich Allen noch um mehr als 20 Ränge. "Über Platz 26 kann und darf man nicht jubeln, weder in Peking, noch sonst wo", zeigte sich die Wahl-Tirolerin mit ihrer Leistung unzufrieden. Der zweite Zweck der Reise, das Sammeln von Informationen und Details über die Strecke, wurde jedoch erfüllt. So seien zum Beispiel die beiden "Landetappen" etwas einfacher als ursprünglich angenommen. "Wir wissen ganz genau, was uns kommenden August erwartet, können den Trainingsplan und die gesamte Vorbereitung nun entsprechend adaptieren", so Allen. (apa/red)
