Dienstag, 11. September 2007

Superstars bei der BA-CA-Trophy: US-Open-2. Djokovic soll Wr. Stadthalle "verzaubern"

  • Serbe begeistert seine Fans mit Tennis und Parodien
  • Weltranglisten-Dritter: "Er ist ein Agassi auf serbisch"

Da haben die Turnierbosse der BA-CA-Trophy in der Wiener Stadthalle vor einem Jahr einen Goldgriff gemacht: Noch ehe Novak Djokovic in diesem Jahr den ganz großen Durchbruch geschafft hat, wurde der nun 20-jährige Serbe noch während des Vorjahresturniers für den Event 2007 am Vogelweidplatz verpflichtet.

Damit ist vom 6. bis 14. Oktober der aktuelle US-Open-Finalist und die derzeit wohl "heißeste Aktie im ATP-Circuit" zu Gast: Djokovic ist aktuelle Nummer 3 der Welt und in Wien die Nummer 1.

Charismatischer Spieler
"Wir haben ihn schon am Dienstag während des Turniers im vergangenen Jahr verpflichtet. Er ist ein charismatischer Tennisspieler, für mich ist er ein Agassi auf serbisch. Er wird ein richtiger Typ werden", meinte Turnierdirektor Peter Feigl auf APA-Anfrage. Feigl will übrigens auch unbedingt Österreichs Doppel-Grand-Slam-Sieger Julian Knowle trotz Konkurrenz in Stockholm nach Wien holen und dem Doppel eine besondere Bühne bieten. Djokovic ist für die Wiener Fans hingegen sicher.

Seine "komischen" Seiten
Nicht nur mit seinem Tennis, auch mit seiner erfrischenden Art und komischen Parodien seiner Tennis-Kollegen hat der junge Serbe schon nach kurzer Zeit viele Sympathien bei den Fans erobert. Die Dreisatz-Final-Niederlage gegen "König Roger" ist in Flushing Meadows vielleicht ein wenig zu hoch ausgefallen, immerhin hatte Djokovic im ersten Satz fünf, im zweiten zwei Bälle zum Satzgewinn verjuxt. "Mein nächstes Buch wird '7 Satzbälle' heißen", war Djokovic aber trotz der Niederlage bald schon wieder zu Scherzen aufgelegt.

Parodien
Scherze, die er wohl auch bei der BA-CA-Trophy wieder machen wird. Denn der junge Mann liebt es, andere Kollegen zu imitieren, und ist dabei auf "youtube.com" schon in einigen sehr gut besuchten Videoclips zu sehen. "Ich mache das nur aus Spaß. Ich will die Leute zum Lachen bringen, etwas Neues bringen. Ich will mich aber nicht über irgendwen lustig machen", erklärte Djokovic während der US Open. Er hat ganz genau verstanden, dass das Tennis neue Persönlichkeiten dringend nötig hat - und versucht sich bisher recht erfolgreich auf diesem Weg.

Im Finale war in Novaks Fan-Box neben Schauspiel-Superstar Robert de Niro auch Maria Scharapowa zu sehen, die Novak kräftig anfeuerte. "Das ist nur eine Freundschaft, die wir haben. Es war nett von ihr, vorbeizukommen und mich anzufeuern", versuchte er die Boulevardpresse zu beruhigen. Was Scharapowa selbst zu seiner Parodie auf sie gesagt hat? "Sie hat gesagt, sie wird mich umbringen! Natürlich hat sie es richtig verstanden und hat es lustig gefunden."

(apa)

11.9.2007 11:15