"Warm anziehen" für das 20. Gugl-Meeting: Starke Teilnehmer und eisige Temperaturen
- 3 Osaka-Weltmeister bei Jubiläumsauflage mit dabei
- Trotz eisigen Temperaturen ein großes Fest geplant

Warm anziehen heißt es heute für alle Leichtathletik-Fans, denn für das 20. Linzer Gugl-Meeting sind nicht nur starke Teilnehmerfelder, sondern auch kühle Temperaturen zu erwarten. Für wohlig warme Momente sollen u.a. 3 aktuelle Weltmeister von den Freiluft-Welttitelkämpfen in Osaka sorgen.
Im Dreisprung tritt die Kubanerin Yargelis Savigne an und im Sprint die Staffelweltmeister Darvis Patton und Mikele Barber aus den USA. Aber auch die Top-Österreicher Günther Weidlinger, Elmar Lichtenegger und Clemens Zeller bekommen es mit starken Gegnern zu tun.
Ungemütliche Temperaturen
Laut Prognose soll der Regen heute Abend zwar aufhören, aber bei nur elf Grad Lufttemperatur sind die Athleten und Zuschauer gefordert, damit aus der Jubiläumsveranstaltung ein echtes Leichtathletikfest wird. Ein Highlight verspricht der Hürdensprint der Männer zu werden, der Kärntner Lichtenegger, der das WM-Limit knapp verpasste, bekommt es mit WM-Bronzemedaillengewinner David Payne aus den USA und dem WM-Vierten und Zürich-Sieger Dayron Robles aus Kuba zu tun. "Ich habe allerbeste Erinnerungen an das Vorjahr, da habe ich in 13,13 Sekunden gewonnen", sagte Robles, der sich wegen des zu erwartenden Wetters nicht sorgt. "2006 war es auch nicht warm, aber ich habe auf der superschnellen Bahn eine extrem gute Zeit erzielt."
Über 100 m Hürden der Frauen ist mit der Kanadierin Perdita Felicien ebenfalls die Vorjahressiegerin am Start. "Mit meinem Sieg 2006 kam ich so richtig zurück ins internationale Geschehen", sagte die Zweite von Osaka, die hochklassige Konkurrentinnen hat. Denn auch Delloreen Ennis-London (JAM/WM-3.), LoLo Jones (USA/6.), Vonette Dixon (JAM/7.) und Angela Whyte (CAN/8.) sind mit dabei.
Im Dreisprung ist ein Duell der in Guantanamo geborenen Weltmeisterin Savigne mit der russischen WM-Vierten Anna Piatich zu erwarten, Staatsmeisterin Michaela Egger darf Erfahrung sammeln. Der Gugl-Rekord im Speerwurf von 66,03 m wackelt, denn Spotakova, die in Japan Christina Obergfölls Traum von Gold platzen ließ, brachte es bei ihrem WM-Coup auf 67,07 m. Österreichs Beitrag ist Elisabeth Eberl, die den rot-weiß-roten Rekord von Elisabeth Pauer (50,13 m) ins Visier nimmt.
Die Weißrussin Nadescha Ostaptschuk wollte im Kugelstoßen (mit der Österreicherin Sonja Spendelhofer) die neuseeländische Weltmeisterin Valerie Vili fordern, diese traf aber nicht in Linz ein.
Topbesetzt ist der Stabhochsprung der Männer mit den WM-Finalisten Björn Otto (GER/5.), Jewgeni Lukjanenko (RUS/6.) und Tim Lobinger (GER/8.). Im Weitsprung blieben nach der Absage von Weltmeister Irving Saladino aus Panama der WM-Vierte Alexej Lukaschenko (UKR) und James Beckford (JAM) als Topathleten übrig. Mit Michael Mölschl und Julian Kellerer sind auch zwei ÖLV-Aktive am Start.
Im 100-m-Sprint sind neben Staffel-Weltmeister Patton auch die WM-Finalisten Matic Osovnikar aus Slowenien und Marc Burns aus Trinidad verpflichtet worden, die Österreicher auf der Bahn sind Benjamin Grill und Roland Kwitt. Bei den Frauen haben Doris Röser und Nora Ivanova-Edletzberger Startplätze im Feld mit Staffel-Weltmeisterin Mikele Barber bekommen. Über 400 m bekommt WM-Debütant Clemens Zeller die Chance, sich vor heimischem Publikum zu beweisen. "Ich will die Atmosphäre genießen und dem Publikum zeigen, dass ich ein Mann für die Zukunft bin", versprach er.
Den Meeting-Abschluss bildet das Rennen über 3.000 m Hindernis der Männer mit dem Oberösterreicher Günther Weidlinger, der nach seinem schweren Sturz bei der WM sein Comeback gibt. "Bis auf eine kleine Narbe unter den Lippe ist nichts vom Sturz geblieben. Ich habe sehr gut trainiert und bin am Sonntag auch über die Hürden, da hat es auch leicht geregnet", erzählte Weidlinger. Die Topleute im Feld sind Tareq Mubarak Taher aus Bahrain, der heuer schon 8:07,12 Minuten lief, und die Kenianer Mike Kipyego und Collins Kosgei.
"Das Rennen wird sicher nicht langsam, man kann mit einer Siegerzeit von 8:12 rechnen. Wenn mit normalem Tempo angelaufen wird, kann ich zwei Kilometer sicher mit dabei sein, dann werden wird sehen." Nach Linz wird Weidlinger auch beim Golden-League-Meeting in Brüssel starten: "Mein Ziel ist einfach, diese zwei Rennen gut zu laufen", sagte der ÖLV-Rekordler.
(apa)
