Irak-Krieg wegen Erdöl: Ex-Notenbankchef Greenspan sorgt für viel Wirbel in den USA
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US-Verteidigungsminister Robert Gates hat dem früheren amerikanischen Notenbankchef Alan Greenspan widersprochen, wonach es den USA im Irak-Krieg vor allem um das Erdöl gehe. Es gehe wirklich um die Stabilität in der Golf-Region, sagte Gates.
Der 81 Jahre alte Greenspan, der fast zwei Jahrzehnte lang die US-Notenbank (Fed) führte, hatte zuvor mit kritischen Äußerungen über den Irak-Krieg für erheblichen Wirbel gesorgt. "Ich bin betrübt, dass es politisch unbequem ist, festzustellen, was jeder weiß: Im Irak-Krieg geht es im Wesentlichen um das Öl", heißt es in seinem mit Spannung erwarteten Buch "The Age of Turbulence: Adventures in a New World", das am Montag offiziell auf dem US-Büchermarkt erscheint. Die großen US-Tageszeitungen haben bereits erste Rezensionen am Wochenende gedruckt.
Er habe viel Respekt vor Greenspan und kenne ihn schon sehr lange, aber er sei anderer Meinung, sagte Gates. Unter Hinweis auf den durch die US-Invasion 2003 gestürzten und später hingerichteten irakischen Ex-Staatschef Saddam Hussein sagte Gates weiter, dass die USA gegen einen aggressiven Diktator vorgegangen seien, der die gesamte Region destabilisiert und nach dem Besitz von Massenvernichtungswaffen gestrebt habe.
(apa/red)
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