Freitag, 14. September 2007

Superman ist wieder zulassungsberechtigt:
Kein Verbot für skurrile Namen in Venezuela

  • Behörden wollen keinen Eingriff mehr in Freiheitsrecht
  • Favoriten für weibliche Vornamen: Mileidy und Edis

Nach dem Eingreifen von Kinderschützern verzichten die Behörden in Venezuela auf ein geplantes Verbot ungewöhnlicher Vornamen. Ein solcher Schritt könnte die Freiheitsrechte verletzen, hatten Kinderschützer argumentiert, wie die Nationale Wahlkommission laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur BNA mitteilte. Die Kommission wollte Vornamen untersagen, "die Kinder der Lächerlichkeit preisgeben, extravagant oder schwer auszusprechen sind".

Auch sollte eindeutig erkennbar sein, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Vornamen handelt. Das Gremium wollte außerdem eine Liste traditioneller Namen erarbeiten, die Eltern als Empfehlungen dienen sollten. Ungewöhnliche Vornamen werden in Venezuela häufig vergeben, Kinder heißen beispielsweise Mileidy, Edis oder Orlayny. Im vergangenen Jahr hatten sich außerdem zwei Wahlberechtigte mit dem Vornamen "Superman" registrieren lassen. (apa)

14.9.2007 09:41