Japan - Krankenhausaufenthalt für Abe:
Rücktritt hat Ex-Minister schwer belastet
- Sprecher: Ermüdung habe "einen Höhepunkt erreicht"
- Aso und Fujushiro kandidieren für die Nachfolge

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Regierungschef will aber trotzdem im Amt bleiben
Der neulich zurückgetretene japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ist wegen Erschöpfung in ein Krankenhaus in Tokio gebracht worden. Einen Tag nach dem überraschenden Rücktritt des 52-Jährigen berichtete ein Regierungssprecher, der Regierungschef brauche medizinische Behandlung. Seine Ermüdung habe "einen Höhepunkt erreicht".
Unmittelbar nach seiner Rücktrittserklärung habe Abe bereits Infusionen erhalten. Tags darauf in der Früh sei er in seiner Residenz ärztlich untersucht worden. Abe habe sich unwohl gefühlt und sei schließlich in ein Krankenhaus eingewiesen worden.
Durch und durch eine Niederlage
Der Gesundheitszustand des Regierungschefs habe sich seit der schweren Niederlage seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) im Juli stark verschlechtert, berichtete LDP-Generalsekretär und Ex-Außenminister Taro Aso, der als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge gilt. Der Ministerpräsident sei bereits länger in medizinischer Behandlung gewesen. Während seiner Asien-Reise Ende August habe Abe auch schon Infusionen bekommen.
Aso und Fujushiro kandidieren für Nachfolge
Außer LDP-Generalsekretär Aso kündigte auch Finanzminister Fukushiro Nukaga seine Kandidatur für die Nachfolge an. Der frühere Finanzminister Sadakazu Tanigaki oder der frühere Kabinettschef Yasuo Fukuda gelten als weitere mögliche Kandidaten. Die LDP will am 19. September einen neuen Parteichef wählen, der wegen der Mehrheit der Partei im maßgeblichen Unterhaus auch neuer Regierungschef wird. (apa/red)
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