Erneut schwere Nachbeben in Indonesien: Tsunami-Warnung nun trotzdem aufgehoben
- Westküste Sumatras ist vorwiegend betroffen
- Bis jetzt zehn Todesopfer und Dutzende Verletzte
Nach einem weiteren schweren Nachbeben der Stärke 6,8 in Indonesien haben die Behörden ihre letzte Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Wie der Wetterdienst mitteilte, galt die Warnung für die Westküste der Insel Sumatra, wo sich das Erdbeben ereignete. Bei dem schweren Erdbeben vor der Südwestküste Sumatras gab es nach Behördenangaben bis jetzt zehn Tote und Dutzende Verletzte.
Nach Angaben des Geologischen Instituts der USA war das Beben mit einer Stärke von 8,4 das bisher schwerste in diesem Jahr. Danach wurde der Inselstaat von ungewöhnlich vielen Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 7,8 erschüttert.
Häuser zerstört
Am schwersten betroffen war Bengkulu rund 100 Kilometer südwestlich des Epizentrums. Mehr als 130 Gebäude und Häuser stürzten in der Stadt auf Sumatra ein, 4.000 wurden schwer beschädigt. Allein in Bengkulu starben sechs Menschen. Noch in hunderten Kilometern Entfernung fiel der Strom aus, verbrachten tausende Menschen die Nacht vor Beginn des Fastenmonats Ramadan aus Angst vor weiteren Beben im Freien.
Schwere Nachbeben
Die Gegend wurde von rund einem Dutzend Nachbeben erschüttert, das schwerste war am Morgen bis Malaysia zu spüren. Wie schon am Vortag wurden mehrere Hochhäuser in der Hauptstadt Kuala Lumpur evakuiert. Wenige Stunden später bebte erneut die Erde, dieses Mal 2.700 Kilometer weiter östlich vor der Nordspitze der Insel Sulawesi. Wie schon vier Mal zuvor gaben die Behörden eine Tsunami-Warnung aus. Die gefürchtete große Flutwelle blieb aber zum Glück aus.
Zumindest einige Dörfer an der indonesischen Westküste schienen jedoch von einem kleineren Tsunami betroffen zu sein. Serangai, etwa 75 Kilometer nordwestlich von Bengkulu, soll von den Wellen schwer beschädigt worden sein. Die Einwohner konnten jedoch rechtzeitig auf Hügel flüchten.
(apa/red)
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