Mittwoch, 12. September 2007

Iran kritisiert die Pläne des US-Generals:
100.000 Soldaten bis Ende 2008 realistisch

  • Aussagen über weiteren Abzug erst im März erwartbar

Der Iran hat den vorgeschlagenen US-Teilabzug aus dem Irak als nicht ausreichend kritisiert. Der Plan werde Amerika nicht aus dem irakischen Sumpf retten, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Der Lagebericht von US-General David Petraeus und des irakischen US-Botschafters Ryan Crocker spiegle nicht die wahren Bedürfnisse und Prioritäten der Mehrheit des amerikanischen Volkes wider.

Petraeus hat als US-Oberbefehlshaber im Irak vorgeschlagen, bis Mitte nächsten Jahres 30.000 Soldaten abzuziehen und damit zur ursprünglichen Truppenstärke von rund 130.000 Soldaten zurückzukehren. Aussagen über einen weiteren Abzug seien erst im März zu Beginn des sechsten Kriegsjahres möglich, sagte er in Anhörungen vor dem US-Kongress weiter.

100.000 Soldaten realistisch
Nach Einschätzung der Regierung in Bagdad können die ausländischen Truppen im Irak bis Ende 2008 auf weniger als 100.000 Soldaten reduziert werden. Dies hänge zwar von der Entwicklung der Sicherheitslage und von den Bedrohungen im Inneren wie von außen ab, sagte der Nationale Sicherheitsberater Mowaffak al-Rubaie. Die Erwartung sei jedoch voraussichtlich zutreffend. (apa/red)

12.9.2007 11:57