Montag, 10. September 2007

Dutzende Tote in Afghanistan: Selbstmord-Attentäter jagten sich zeitgleich in die Luft

  • Feige Terroristen wollten Polizeikommandant treffen
  • Mindestens 13 Zivilisten kamen bei Anschlag zu Tode

Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Afghanistans sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kabul wurden sieben Polizisten und 13 Zivilisten getötet. Der Anschlag in der Provinz Helmand habe dem stellvertretenden Polizeikommandanten gegolten, der aber überlebt habe. 45 Menschen seien verletzt worden, als sich der Attentäter im Ort Girishk in die Luft sprengte.

Der Attentäter sei auf einem Motorrad unterwegs gewesen, hieß es. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete von zwei Attentätern, die sich gleichzeitig in die Luft gejagt hätten.

Helmand gilt als besonders unruhige Provinz und ist eine der Hochburgen der radikalislamischen Taliban, die der Regierung von Präsident Hamid Karzai Verhandlungen anboten. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen nahm die Zahl der Selbstmordanschläge in Afghanistan seit 2001 rapide zu.

(apa/red)

10.9.2007 16:40