150.000 $ für einen Mord: Al Kaida im Irak setzt Kopfgeld auf Mohammed-Zeichner aus!
- Schweden: Journalisten mit Ermordung bedroht
- Neue Terroroffensive während Ramadan angekündigt

Der Führer von Al Kaida im Irak, Al Baghdadi, hat eine neue Offensive anlässlich des Fastenmonats Ramadan angekündigt. "Heute sind wir Zeuge des Irrtums der westlichen Zivilisation und des Wiedererstarkens des islamischen Riesen", erklärte Al Baghdadi. Außerdem setzte die Terrororganisation ein Kopfgeld auf den schwedischen Karikaturisten aus, der Mohammeds Kopf auf einen Hundekörper zeichnete.
Das Kopfgeld gilt sowohl für den Zeichner Lars Vilks als auch für den Chefredakteur der Zeitung "Nerikes Allehanda", in der die Karikatur erschien. Wer Vilks töte, könne mit einer Belohnung von bis zu 150.000 Dollar (108.000 Euro) rechnen, versprach Al Baghdadi. Die schwedische Polizei hat nach der Ankündigung "entsprechende Maßnahmen" zum Schutz des Künstlers ergriffen, erklärte ein Polizeisprecher.
Auch sunnitische Stammesführer bedroht
Al Baghdadi drohte zugleich mit der Ermordung weiterer sunnitischer Stammesführer. Wer mit den USA oder der irakischen Regierung kooperiere, werde getötet, hieß es in einer einer im Internet veröffentlichten Erklärung. Zugleich bekannte sich die Organisation zum Attentat auf den sunnitischen Clanchef Abu Risha. Abu Risha hatte im Kampf gegen die Extremisten mit den USA zusammengearbeitet und war zehn Tage vor seinem Tod mit US-Präsident Bush in der irakischen Provinz Anbar zusammengetroffen.
Zwei weitere sunnitische Stammesführer sind getötet worden, die sich dem Kampf gegen Terroristen der Al-Kaida angeschlossen hatten. Scheich Abdullah Khalil al-Obeidi und ein anderes Mitglied der "Rettungsfront" von Bakuba (Baquba) wurden nach Polizeiangaben in der Nähe der 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt erschossen.
Die Bewegung des radikalen Schiitenführers Al-Sadr zieht sich aus der Regierungskoalition in Bagdad zurück. Dies teilte die Sadr-Partei in Najaf mit. Genaueres werde am Abend auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Die Gruppe des radikalen Schiitenpredigers verfügt im Parlament über 32 von 275 Abgeordneten und hatte von Mitte Juni bis Mitte Juli bereits die Sitzungen des Abgeordnetenhauses boykottiert. (APA/red)
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