Verhaftete "Al Kaida"-Zelle hinter Gitter: Wiener Terror-Ehepaar wandert in U-Haft!
- Dritter Verdächtiger mangels Beweise auf freiem Fuß
- Kanadische Polizei: Marokkaner vorerst in Arrest

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Über zwei der drei Personen, die im Zusammenhang mit einem im März veröffentlichten islamistischen Drohvideo gegen Österreich festgenommen wurden, wird Untersuchungshaft verhängt. Der Hauptverdächtige und seine Ehefrau müssen sich demnach wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten, wofür ihnen im Fall einer Verurteilung ein bis zehn Jahre Haft drohen.
Der Hauptverdächtige wird zusätzlich auch der Nötigung der Regierung beschuldigt. Im Fall des dritten Festgenommenen sprach sich der Richter mangels dringenden Tatverdachtes für die Enthaftung des 26-Jährigen aus. Allerdings soll der in Kanada verhaftete vierte Verdächtiger offenbar einen Sprengstoff-Hintergrund aufweisen. Der Afrikaner, der mit den drei Wiener Islamisten in regem Kontakt gestanden sein soll, wird aber vorerst nicht nach Österreich überstellt.
Nicht bestätigen kann das Innenministerium, dass die Wiener Islamisten mit einer terroristischen Gruppe im Irak in Kontakt standen, die für die Entführung zweier Deutscher - Mutter und Sohn - verantwortlich sein soll. Auch dass die Verdächtigen "Terror-Camps" absolviert haben, wollte das Innenministerium nicht bestätigen.
Verdächtiger in Kanada bleibt vorerst in Arrest
Der in Kanada festgenommene Marokkaner bleibt bis dahin unter Arrest. "Er wird in Kanada bleiben", sagte Gollia. In Österreich ist seinen Angaben zufolge vorerst mit keinen weiteren Festnahmen zu rechnen. Meldungen, laut denen der Verdächtige für die "Global Islamic Media Front" tätig und für die Erstellung der englischsprachigen Version von deren Homepage verantwortlich war, wurden vonseiten der kanadischen Polizei nicht bestätigt. Ebenso wollten die Behörden eine Meldung von Radio Canada, wonach die Ermittlungen auch um eine Autobombe kreisen, nicht kommentieren.
(apa/red)
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