Islamisten in Wien verhaftet: Zunahme
von Al-Kaida-Rekrutierungen in Österreich
- Ist der Hauptverdächtige Kopf von Islamisten-Forum?
- PLUS: Terror-Botschaft gegen Österreich im Wortlaut!
·Experte warnt vor Terrorgefahr im WWW
Online-Foren der Al-Qaida
dienen der Rekrutierung
·Terror-Verdächtige in Österreich verhaftet
Erfolg des Ministeriums nach Video-Drohbotschaft
·KLICKEN: Islamisten- Drohung im Wortlaut
"Keine Unterstützung für Bush und seine Bande"
·NEWS: Erfolgreiche Anti-Terror-Operation
Hauptverdächtiger
seit Monaten im Visier
·Islam: Extremismus innerhalb Österreichs
Laut Verfassungschutz
"vereinzelt" Radikalität
·Al-Kaida-Befürworter
nehmen drastisch zu
Selbst Österreich bleibt nicht mehr davor gefeit
·Österreich auch bald mögliches Terrorziel?
Experte: "Sind keine
Insel der Seligen mehr"
·KLICKEN: Die Terror- ziele in Österreich
UNO, Opec, OMV... aber auch kulturelle Events
·NETWORLD-UMFRAGE nach Islamisten-Video
Haben Sie Angst vor Terror in Österreich?

Auch in Österreich ist eine zunehmende Rekrutierung durch das Terrornetzwerk Al-Kaida feststellbar, erklärte Innenminister Günther Platter nach der Festnahme von drei mutmaßlichen Islamisten. Diese stehen im Verdacht, für ein Video verantwortlich zu sein, in dem von Österreich unter Terrordrohungen ein Truppenabzug aus Afghanistan gefordert worden war.
Bei den Verdächtigen habe eine Vernetzung zur Al-Kaida bestanden, so Platter gegenüber der "ZiB 2" des ORF. Nach Angaben Platters sowie auch des Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, habe keine direkte Bedrohung gegen Österreich bestanden. Österreichs Sicherheitsbehörden haben keine Informationen, dass ein Terroranschlag in Österreich oder durch Menschen, die in Österreich leben, geplant ist, erklärte Buxbaum.
Festnahmen in Wien
Wegen des Drohvideos wurden ein 22-Jähriger, dessen 20-jährige Ehefrau und einen weiteren 26-Jähriger in Wien festgenommen. Alle drei sind österreichische Staatsbürger und Kinder muslimischer Einwanderer. Ihre Familien stammen aus dem arabischen Raum.
Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Hauptverdächtigen um den Kopf der deutschsprachigen Globalen Islamischen Medienfront (GIMF), eine Art Online-Nachrichtenagentur, die der Al Kaida nahe steht. Der Mann soll laut "ZiB" der "oberen Liga" des Terrorismus angehören, in Trainingscamps in Afghanistan oder Pakistan ausgebildet worden sein und der so genannten "Schläfer"-Szene angehören. Diese Angaben wollte Platter mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bestätigen. Er bestätigte aber, dass der Hauptverdächtige versucht habe, Sprengstoff zu beschaffen.
"Wollen auf unsere Art Anschläge verhindern"
In einem Interview mit dem ORF-"Report" sagte der mutmaßliche Hauptverdächtige: "Jedes Land, das Truppen in Afghanistan hat, ist Teil der Allianz." Der Mann, der sein Gesicht mit einem Tuch verhüllt hatte, erklärte: "Wir wollen auf unsere Art und Weise Anschläge verhindern. Der einzige Weg ist, dass Regierungen ihre Truppen aus Afghanistan zurückziehen." Das Interview, das in der "ZiB 24" in der Nacht auf Donnerstag ausgestrahlt wurde, entstand nach ORF-Angaben im Frühling, als das Drohvideo aufgetaucht war. Diese "Nachricht an die Regierungen von Deutschland und Österreich" erschien am 9. März im islamistischen Websender "Stimme des Kalifat Kanal". Zu diesem Zeitpunkt waren vier Bundesheeroffiziere für die Afghanistan-Friedenstruppe ISAF im Raum Kabul im Einsatz.
Österreichische Politiker und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Anas Schakfeh, begrüßten die Festnahme der drei mutmaßlichen Islamisten. FPÖ und BZÖ fühlten sich dagegen in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Islamismus bestätigt.
"Wünschen uns restlose Aufklärung"
IGGiÖ-Präsident Schakfeh betonte: "Wir wünschen uns eine restlose Aufklärung". Er widersprach Aussagen des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Ariel Muzicant, der am Mittwoch von einer massiven Zunahme der Zahl der Terror-Sympathisanten gesprochen hatte. Eine Zunahme gebe es nur unter den Konvertiten zum Islam, von denen es jährlich 20 bis 30 gebe, was eine "sehr bescheidene Anzahl" sei, betonte Schakfeh.
Der Integrationsbeauftragte der IGGiÖ und Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi sieht durch die Festnahmen bisherige Annahmen bestätigt, dass der Verfassungsschutz die islamischen Extremisten in Österreich "sehr gut unter Kontrolle" habe. Es handle sich dabei um eine "sehr kleine Gruppe", wies auch Al-Rawi die Aussagen Muzicants zurück.
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
