Österreich besonders empfindlich bei Lärm:
Häufigster Grund für Streit unter Nachbarn
- Neugierde und Unfreundlichkeit ebenfalls unbeliebt
- Besonders viel Streit bei höher Bevölkerungsdichte

·Jeder Dritte leidet unter Lärmbelästigung
Umweltminister sagt Auto
und Co. jetzt Kampf an
Lärmbelästigung, gefolgt von Neugierde und Unfreundlichkeit, ist der häufigste Auslöser für Streit unter Nachbarn. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor. Dabei gab gut ein Viertel (26 Prozent) an, mit der derzeitigen Nachbarschaft alles in allem äußerst zufrieden zu sein. 33 Prozent bezeichneten sich als sehr zufrieden.
Vor allem Bewohner ländlicher Regionen kommen mit ihren Nachbarn gut aus. Umgekehrt gilt: Je größer die Stadt ist bzw. je dichter gedrängt die Häuser oder Wohnungen sind, desto mehr Unmut macht sich breit. "Spectra" führte im August telefonische Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durch.
Lärm nervt am meisten...
Absoluter Spitzenreiter beim nachbarschaftlichen Verdruss ist die Lärmbelästigung mit 29 Prozent. Laute Geräusche durch Handwerken rangieren dabei mit 24 Prozent ganz oben, gefolgt von Hundegebell (21 Prozent), lauter Musik (20 Prozent) sowie lärmenden Kindern und lautem Feiern bis tief in die Nacht hinein (jeweils 18 Prozent).
...gefolgt von Neugierde und Unfreundlichkeit
Was die Österreicher an ihren Nachbarn besonders nervt, sind Neugierde und Unfreundlichkeit (jeweils 26 Prozent) sowie die Missachtung von Ruhezeiten (24 Prozent). Jeden Fünften ärgert häufig oder hin und wieder Geruchsbelästigung, jeweils 19 Prozent nerven Nachbarn, die sich einmischen oder ihr Auto rücksichtslos parken. Je 18 Prozent regen Verschmutzung im Haus oder Rücksichtslosigkeit bei Bautätigkeiten auf.
Übers Reden kommen die Leute zusammen
So sehr sich die Österreicher hin und wieder über die Nachbarn ärgern, sie suchen mit ihnen gerne auch das Gespräch: Knapp zwei Drittel (65 Prozent) tut das täglich oder mehrmals wöchentlich. Nur vier Prozent unterhalten sich nie mit ihren Nachbarn. (apa/red)
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