In den USA: Langjähriger Albertina-
Direktor Konrad Oberhuber gestorben
- Schröder: Bedeutendster Kunsthistoriker unserer Zeit

Der langjährige Direktor der Albertina, Konrad Oberhuber, ist tot. Der Kunsthistoriker, der fast 40 Jahre lang für die Grafische Sammlung Albertina tätig war, von 1987 bis 1999 auch als Direktor, starb in seinem Wohnort bei San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) an den Folgen einer schweren Erkrankung, teilte die Albertina in einer Aussendung mit.
Der amtierende Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder bezeichnete Oberhuber in der Aussendung als einen der renommiertesten Zeichnungskenner und bedeutendsten Kunsthistoriker unserer Zeit.
Schmied: Beeindruckender Erzähler und Analytiker
Als "beeindruckenden Erzähler und Analytiker der Kunstgeschichte" würdigte Kulturministerin Claudia Schmied (S) Oberhuber. Dieser habe zweifelsohne zu den Großen gehört, die dieses Haus geführt haben, sein Tod hinterlasse eine "große Lücke in der Fachwelt". "Als Kunsthistoriker war er ein Garant für die Qualitätsentwicklung der Albertina und als Kunstmanager ein fürsorglicher Kurator des Hauses", so Schmied in einer Aussendung.
Nach seinem Kunstgeschichte-Studium an der Universität Wien begann Oberhuber seine Laufbahn 1961 an der Albertina. Zehn Jahre später wurde er Kustos der National Gallery of Art in Washington, er lehrte am Institute for Advanced Study in Princeton in Cambridge und Harvard. In seiner Amtszeit als Direktor der damals noch geschlossenen Albertina konnte diese unter anderem um wichtige Sammlungen erweitert und die lange aufgeschobene Sanierung eingeleitet werden.
(apa/red)
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