Ansturm auf Parkschein-Umtauschstellen: Seit 1. September sind alte Scheine ungültig
- Bei ARBÖ & ÖAMTC rund 400.000 Scheine getauscht
- Kulanz der Parksheriffs läuft noch für zwei Wochen

·Parken wird in Wien empfindlich teurer
Zeitliche Ausdehnung der Kurzparkzonen obendrein
Die neuen Kurzparktarife in Wien sorgen für großen Andrang bei den Autofahrerclubs. Teilweise bis auf die Straße seien die Kunden angestellt, um die alten Parkscheine gegen Aufpreis in neue umzutauschen. Seit 1. September gelten um 50 Prozent höhere Tarife. Die versprochene Kulanz der "Parksheriffs" bei der Verwendung alter Scheine dürfte funktionieren.
Die flächendeckenden Kurzparkzonen in den Bezirken 1 bis 9 und 20 gelten nun von Montag bis Freitag (werktags) von 9.00 bis 22.00 Uhr. Dass bei Vergehen zu Beginn noch nicht restriktiv gestraft wird, dürfte funktionieren, meinte man beim ARBÖ. "Wenn jemand mit Nähe zu uns wegen der Verwendung alter Scheine abgestraft worden wäre, dann hätten wir das gehört", so Herbert Hübner, Geschäftsführer des ARBÖ Wien.
Großer Andrang
Auch beim ÖAMTC hatte man noch nichts von Strafen gehört. In den ostösterreichischen Stützpunkten des Klubs waren bis Samstag rund 300.000 alte Parkscheine getauscht worden. Die Aktion läuft bis Ende November. Der ARBÖ zählte mehr als 100.000 Stück. Wer mehr als 30 Scheine tauschen will, wird zur Stadthauptkasse der Gemeinde geschickt, wobei der ARBÖ bei Clubmitgliedern ein Auge zudrückt. Zurückgebracht würden sogar noch alte Schilling-Scheine, berichtete Hübner, und manchmal verirre sich auch ein bereits ausgefüllter Schein in die Stapel.
Fälschungen
Verwunderung herrschte darüber, wie viele der blauen, grünen und roten Zettel die Wiener gehortet haben. Aufgedeckte Fälschungen vermeldeten die Clubs bisher keine. Im Rathaus hieß es, dass man durchaus über die Möglichkeit verfüge, gefälschte Scheine zu erkennen. Um welche Merkmale es sich dabei handelt, wollte man nicht bekannt geben.
Kurzzeitige Kulanz
Die Kulanzfrist für die alten Scheine bzw. das Übersehen der neuen Kurzparkzeiten gilt zwei Wochen lang. Zuletzt kolportierte Aussagen von Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) über eine einmonatige Übergangsfrist seien nicht mehr aktuell, erklärte eine Sprecherin. (APA/red)
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