Freitag, 7. September 2007

Grüne erhöhen Druck auf Kdolsky beim Kindergeld: Sei 'hartherzig und unbelehrbar'

  • Anhebung wird "von der Inflation mehr als gefressen"
  • Politikerin blockiere Vereinbarkeit von Beruf & Familie

Die Grünen erhöhen in Sachen Kindergeld den Druck auf Familienministerin Andrea Kdolsky. Deren bisherige Weigerung, beim Entwurf zum Kindergeldgesetz "trotz heftiger Kritik" noch Änderungen vorzunehmen, zeige, dass sie "hartherzig und unbelehrbar" sei, so die Grüne Vizechefin Eva Glawischnig. Die im Gesetz geplante Anhebung des Einkommenslimits von 14.600 Euro auf 16.200 Euro erweise sich bei genauerem Hinsehen als falsches Versprechen, da sie "von der Inflation mehr als gefressen werde und unterm Strich ein Minus bleibt", so die Grüne.

"Der Ministerin fehlt offensichtlich jegliches Einfühlungsvermögen in die Situation junger Familien, vor allem berufstätiger Mütter", kritisierte Glawischnig. Mit der Verweigerung, eine reduzierte Arbeitszeit als Grenzwert für den Zuverdienst zu ermöglichen, blockiere die ÖVP-Politikerin weiterhin die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, meinte sie. Die Grüne wünscht sich "grundlegende Reform in Richtung einkommensabhängiges Karenzgeld". Bis Ende September soll das Gesetz, welches mit Jahresanfang 2008 in Kraft treten soll, den Ministerrat passieren.

(apa/red)

7.9.2007 12:03