Totaler Propaganda-Krieg

Umstrittenes Grusel-Video. Am Jahrestag von 9/11 lässt Bush mit brennenden WTC-Türmen & Veteranen für den Irakkrieg werben.
Der Schauplatz der Inszenierung war sorgfältig gewählt: Der US-Army-Stützpunkt al-Azad, 150 Kilometer westlich von Bagdad. Wie aus dem Nichts tauchte am Feiertagswochenende US-Präsident George W. Bush persönlich auf, ausgerechnet in der Provinz Anbar. Hier liegt das berüchtigte sunnitische Dreieck, die Städte Ramadi und Falluja, die zu Synonymen des verheerenden Bürgerkrieges wurden, der im Irak seit dem Ende des echten Krieges tobt. George W. Bush zeigte sich lachend, entspannt, mit seinen guys und girls. Vor einem Jahr hieß es, wir hätten Anbar an die Aufständischen verloren. Und jetzt? Die Sicherheitslage hat sich verbessert, tönte er vollmundig.
Wie bitter dürfte dieser Satz so manchem Iraki aufgestoßen sein. Die Truppenverstärkung, die Bush Anfang dieses Jahres beschloss, mag hier und auch in Bagdad, für eine leichte Beruhigung der Lage gesorgt haben. 4.000 Soldaten mehr kamen nach Falluja und Umgebung, jetzt sogar der Präsident.
Doch sonst? Im Rest des Landes verschlimmert sich die Lage von Monat zu Monat. Aktuelle Bilanz: 77.000 zivile Opfer, dazu 3.735 tote US-GIs. Den insgesamt 160.000 Soldaten der US-Army darin sind sich mittlerweile alle Experten einig bleibt nur ein Ausweg aus dem Desaster: Rückzug. Längst ist es keine Frage mehr, ob, sondern wann die USA, so wie jetzt bereits Großbritannien, ihre Stützpunkte räumen.
Die ganze S´tory lesen Sie im neuen NEWS
