Dienstag, 4. September 2007

Fairtrade-Produkte befinden sich im Trend: Jetzt soll Kaffee den "fairen Genuss" bringen

  • Bisher erfolgreichstes Fairtrade-Produkt: Die Banane

Fairtrade-Produkte sind in Österreich weiter im Aufwind. Der frisch gebackene Geschäftsführer von Fairtrade Austria, Hartwig Kirner, sieht unter anderem bei Kaffee ein "extremes Wachstumspotenzial" und kann bereits am zweiten Tag seiner Tätigkeit auf einen neuen Partner verweisen: Eduscho bietet ab sofort den Arabica-Kaffee "Fairer Genuss" mit dem Fairtrade-Gütesiegel an.

Derzeit haben Fairtrade-Produkte einen Anteil von 2,5 Prozent am österreichischen Kaffeemarkt. Dieser Anteil könnte sich in den nächsten Jahren verdoppeln, sagte Kirner im Gespräch mit der APA. Aber Kaffee ist nicht der einzige Hoffnungsträger für weiteres Wachstum. "Im Frühjahr" wird es in Österreich Fairtrade-Baumwolle aus dem Senegal geben. Das Interesse von Lizenznehmern sei "bedeutend".

Erfolgreich und fair: Die Banane
Auch wenn der erste Gedanke an Kleidung logisch ist, hat Fairtrade in den Niederlanden einen ganz anderen Kunden gefunden: Die niederländische Nationalbank arbeitet Fairtrade-Baumwollfasern in die Euro-Banknoten ein. Erfolgreichstes Produkt ist bisher die Fairtrade-Banane, die inzwischen am gesamten österreichischen Bananenmarkt 20 Prozent Anteil hält, Bio-Bananen gibt es überhaupt nur mehr mit Fairtrade- Zertifikat. "Die Erfolgsstory" überhaupt ist aus Sicht Kirners die Zusammenarbeit mit Zotter-Schokoladen.

Faire Bezahlung für alle
Kirner geht von einem weiteren Wachstum für Fairtrade-Produkte aus und hält ein Plus von 20 Prozent 2008 für "vorstellbar". Laut einer GfK-Studie kennen 84 Prozent der Österreicher das Fairtrade- Gütesiegel. Über 5.000 Geschäfte in Österreich bieten inzwischen Fairtrade-Produkte an. Fairtrade garantiert bei Produkten mit seinem Gütesiegel, dass die Produzenten fair bezahlt werden und nachhaltig produzieren. (APA/red)

4.9.2007 14:05