Heimischer Textilhandel wächst wieder: Nach Flaute jetzt mehr Umsatz & Standorte
- Trend geht hin zu hochwertigem Textil à la Don Gil
- Schnäppchen-Shops schlittern in Standort-Bredouille
·H&M schon bald für pralle Geldbörsen?
FORMAT: High Street & High Fashion als Mix!
·Heimische Händler spüren Expansionslust
Textil und Lebensmittel sind auf dem Vormarsch
·Konjunktur brummt: Weniger Arbeitslose!
Juni: Minus von 6,5% im Vergleich zum Vorjahr
Der österreichische Bekleidungshandel blickt nach einer längeren Durststrecke auf ein gutes Jahr 2006 zurück. Nach Daten der Regio Plan legte der Umsatz um 2,8 Prozent auf knapp 4 Mrd. Euro zu. Erstmals ist auch die Anzahl der Standorte wieder gestiegen - um 1,5 Prozent. Auch die Verkaufsfläche wächst weiter, 2006 sogar stärker als der Umsatz, wodurch die Flächenproduktivität leicht gesunken ist.
Besonders gut verkauft sich Mode in Shops im teurem Segment. "Hochwertigere, kleinflächigere Marktteilnehmer wie zum Beispiel Don Gil, Gloriette und Stefanel haben auch flächenbereinigt Umsatzzuwächse verbuchen können. Bei den Diskontern hat lediglich KiK mehr an Umsatz zugelegt als an Fläche", hieß es. Gleichzeitig nehme der Filialisierungsgrad im Bekleidungshandel weiter zu, der sonstige Handel verliere hingegen an Boden. "Der Verdrängungswettbewerb wird immer schärfer. Damit wird die richtige Standortwahl für den wirtschaftlichen Erfolg von immer größerer Bedeutung", so Regio Plan.
Schnäppchen-Shops - noch - an der Spitze
Der Anteil der Top 5 Marktteilnehmer am Gesamtumsatz ist weiter gestiegen und liegt derzeit bei ca. 34 Prozent. Doch erstmals haben einige der großflächigen Marktteilnehmer auch Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Das Top 5 Ranking: Peek&Cloppenburg überholt Vögele und rangiert damit hinter H&M und C&A auf Platz drei. Insgesamt sei die Branche weiter expansiv, rund 480 neue Standorte werden gesucht, doch dem großflächigen und massiven Expansionsdrang der großen Marktteilnehmer gehe langsam die Luft aus, so Regio Plan. Die Marktdurchdringung sei nahezu flächendeckend, neue und gewinnbringende Standorte zu finden werde daher immer schwieriger. (APA/red)

