Montag, 3. September 2007

Geringe Performance der Pensionskassen: Im Europa-Vergleich nur im unteren Feld

  • Mit Veranlagungsergebnis 5,25% am vorletzten Platz
  • Spitzenreiter unter 8 Ländern waren britische Kassen

Österreichs Pensionskassen sind 2006 wie schon im Jahr davor mit ihrer Performance im europäischen Vergleich im unteren Feld gelandet. In einer Rangliste des auf betriebliche Vorsorge spezialisierten Beratungsunternehmens Mercer Human Resource Consulting rangieren die heimischen Pensionskassen mit einem durchschnittlichen Veranlagungsergebnis von 5,25 Prozent nur am vorletzten Platz.

Spitzenreiter unter den acht europäischen Ländern waren die britischen Pensionskassen mit einem Wertzuwachs von durchschnittlich 10,5 Prozent. Noch schlechter als in Österreich schnitten nur noch die Pensionskassen in Deutschland ab, die geschätzte 4,9 Prozent Performance aufwiesen.

Besseres Ergebnis im Vorjahr
Laut Mercer erzielten Kassen, die stärker in Aktien veranlagten, im Vorjahr ein deutlich besseres Ergebnis. Am risikofreudigsten waren demnach wie schon 2005 die britischen Pensionskassen, die knapp 64 Prozent ihrer Gelder in Aktien investiert hatten, in Belgien waren es knapp 50 Prozent. Belgien wies mit 8,4 Prozent auch die zweitbeste Performance für 2006 auf. In Österreich betrug die Aktienquote rund 37 Prozent. Ähnlich hohe Quoten wiesen noch Spanien (37 Prozent) und die Niederlande (39 Prozent) auf. Die Schweiz (31 Prozent), Portugal (26 Prozent) und Deutschland (24 Prozent) fuhren noch geringere Aktienquoten.

Vergleicht man den Aktienanteil im Jahr 2006 mit jenen von 2005, haben alle Länder ihren Level beibehalten. Einzig in Großbritannien sank der Aktienanteil von 85 Prozent auf rund 64 Prozent. Die Schweiz hat als einziges Land einen Immobilienanteil von 17,5 Prozent. Bei den restlichen Ländern liegt der Immobilienanteil jeweils nur zwischen 2 und 7,5 Prozent.

(apa/red)

3.9.2007 11:42