Ist ein Name beim ÖFB auch Programm?
Standfest die Konstante bei Hickersberger
- Einzig Ivanschitz mehr im Einsatz als der Austrianer
- Steirer hat seit Austria-Wechsel wieder Spaß am Spiel

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ÖFB-Teamchef: "An der Geschichte ist etwas faul"
Joachim Standfest ist der Dauerläufer im aktuellen Kader des österreichischen Fußball-Nationalteams. Nur der im Moment noch nicht fitte Kapitän Andreas Ivanschitz brachte es in der Ära II von Josef Hickersberger auf mehr Einsatzminuten als der Austrianer, der für den Teamchef in den jüngsten ÖFB-Länderspielen "immer zu den Besten" zählte.
Der Aufschwung des 27-Jährigen im Nationalteam begann mit seinem Wechsel zur Austria im vergangenen Winter. Davor hatte Standfest unter den finanziellen Problemen seines Ex-Clubs GAK zu leiden, für den er bis vergangenen Dezember als Kapitän einlief. Die Schleife bedeutete für den 22-fachen ÖFB-Internationalen (ein Tor) in den Monaten vor seinem Abschied eine zusätzliche Belastung.
Spaß am Spiel nach Austria-Wechsel
"Der letzte Herbst ist sicher eine schwierige Zeit gewesen. Ich bin zum Handkuss gekommen, bin jeden Tag beim Präsidenten gestanden und musste die Spieler wegen der ausstehenden Gehälter beruhigen. Ich hatte keine ruhige Minute", erzählte Standfest, der im Klagenfurter EM-Stadion gegen Japan rechts in der Viererkette zum Einsatz kommen wird.
Erst nach dem Transfer zur Austria habe er wieder so richtig Spaß am Fußball bekommen, meinte der Flügelspieler, der den Turbulenzen beim GAK aber auch positive Aspekte abgewinnen konnte. "Wenn man aus so eine Krise herauskommt, geht man immer gestärkt hervor."
Es kann nur noch besser werden...
Laut Standfest hat auch das ÖFB-Team die Talsohle überwunden. "Obwohl wir in diesem Jahr noch keinen Sieg haben, sind die Fortschritte vor allem in der Defensive klar erkennbar." Bis es auch im Spiel nach vorne richtig klappt, sei noch etwas Geduld gefragt. "Dass nicht alles gleichzeitig gehen kann, ist klar. Das Wichtigste war jetzt einmal, die Defensive zu stabilisieren, und das ist uns teilweise gelungen", meinte der Steirer, der sich auf die Eröffnung des Wörthersee-Stadions freut. "Ein Auftritt in einem neuen Stadion ist immer etwas Besonderes. Wenn die Stimmung im ausverkauften Haus gut ist, tun wir uns sicher leichter." (apa/red)










