5.9.2007 11:18

Neue Ziele für Stürmer Harnik: Stammplatz bei Bremen und geringere Medienpräsenz

  • "Bei Bremen ist die Konkurrenz aber immer groß"
  • Fokus liegt für Jungstar derzeit auf Vierer-Turnier

Martin Harnik hat turbulente Wochen hinter sich. Nach der Euphorie rund um die Erfolge der U20-WM-Mannschaft traf der Stürmer am 22. August beim 1:1 gegen Tschechien gleich in seinem A-Team-Debüt und erzielte obendrein drei Tage später im ersten Bundesliga-Auftritt für seinen Club Werder Bremen das Siegestor gegen Nürnberg, wodurch er schon jetzt "gezwungen" ist, sich neue Ziele zu setzen.

"Vor Saisonbeginn wollte ich mit dem Regionalliga-Team von Werder den Aufstieg schaffen, es zu einigen Kurz-Einsätzen in der Kampfmannschaft bringen und ins österreichische A-Team einberufen werden. Jetzt ist mein Ziel, regelmäßig im Team dabei zu sein und einen Stammplatz bei Werder zu erkämpfen", erklärte der 20-Jährige im Teamcamp in Velden, wo sich die ÖFB-Auswahl auf die Testspiele gegen Japan und Chile vorbereitet.

Keine Zeit zum Genießen
Seine persönlichen Triumphe konnte Harnik aufgrund des darauffolgenden Rummels um seine Person noch gar nicht richtig auskosten. "Wirklich genießen konnte ich das Ganze nicht, dazu fehlte mir die Zeit." Das öffentliche Interesse an dem deutsch-österreichischen Doppel-Staatsbürger stieg sprunghaft an, und so sah sich Harnik nun gezwungen, auf die Notbremse zu steigen.

"Da ist ganz schön viel auf einmal auf mich zugekommen. Es waren sensationelle Wochen, aber ich war mit der Situation auch ein bisschen überfordert. Dann habe ich für mich selber gesagt, ich muss einen Gang zurückschalten, was die Medien betrifft, und wieder gute Leistungen auf dem Platz bringen", erklärte der Angreifer.

Steiniger Weg bei Bremen
Harniks Leistungsbereitschaft ist die Grund-Voraussetzung für ein Fixleiberl beim deutschen Champions-League-Teilnehmer. Dennoch ist der Weg dorthin wohl noch ein weiter, selbst wenn die Chancen im Moment wesentlich besser als noch unmittelbar vor dem Tschechien-Match stehen.

Damals war Werder-Sportdirektor Klaus Allofs eigentlich nach Wien gereist war, um mit dem tschechischen Angreifer Martin Fenin alles klar zu machen. Während aber der U20-WM-Silberne nach seiner Einwechslung farblos blieb, erzielte Harnik nur wenige Minuten, nachdem er auf den Platz gekommen war, ein Traumtor - die Verpflichtung von Fenin war passe, dafür stieg der Kurs des ÖFB-Teamspielers in Bremen.

"Wenn dieses Spiel wirklich ausschlaggebend war, dann habe ich meine Konkurrenz gut ausgeschaltet", schmunzelte Harnik, ergänzte aber auch: "Doch bei Bremen ist die Konkurrenz immer groß, egal ob sie einen Fenin oder Baros holen."

Fokus auf Vier-Kontinente-Turnier
In den kommenden Tagen gilt das Hauptaugenmerk des österreichischen Internationalen nicht dem Verein, sondern der ÖFB-Auswahl, in der er zumindest gegen Japan wohl wieder in die Joker-Rolle schlüpfen wird. "Egal, ob mich der Teamchef von Beginn an aufstellt oder ich eingewechselt werde - ich bin bereit", meinte Harnik. (apa/red)

5.9.2007 11:18
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