4.9.2007 14:37

Lob für Fortschritte in der ÖFB-Defensive:
'Hicke' überzeugt von guter Raumaufteilung

  • Stranzl-Einsatz im Spiel gegen Japan ist unrealistisch
  • Ende der Tormann-Rotation noch nicht absehbar

Das österreichische Fußball-Nationalteam hat laut Teamchef Josef Hickersberger in den vergangenen Monaten vor allem im Defensivspiel Fortschritte gemacht. Um diese These zu untermauern, zeigte der Niederösterreicher auf der ÖFB-Pressekonferenz in Velden gemeinsam mit dem Technischen Direktor Willi Ruttensteiner Ausschnitte aus den Länderspielen gegen Kroatien (1:4 im Mai 2006) und Tschechien (1:1 vor zwei Wochen).

So waren Szenen gegen Kroatien zu sehen, in denen die Österreicher bei Ballbesitz des Balkan-Teams plötzlich mit sieben Spielern auf einer Linie verteidigten, anstatt gestaffelt zu stehen und damit die Räume eng zu machen. In den gezeigten Situationen gegen die Tschechen funktionierte die Raumaufteilung schon um einiges besser, vor allem im Abwehrzentrum gab es kein Durchkommen für Koller und Co. "Aber auf die zwei Chancen von Baros zu Beginn verzichten wir", schmunzelte Hickersberger beim "Video-Studium" für die Journalisten.

Alles in allem sei die Partie gegen Tschechien ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. "Gegen die Tschechen geht es, was die Raumaufteilung betrifft, nur noch um einige Meter, aber nicht mehr um Kardinalfehler so wie gegen Kroatien", sagte der mit der Entwicklung des Nationalteams "nicht unzufriedene" Hickersberger und ergänzte: "Ich bin überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Allerdings gelte es noch einiges zu optimieren, vor allem in der Offensive. "So wie wir uns in der Defensive verbessert haben, müssen wir uns auch im Spiel nach vorne steigern. Denn zumindest zwei unserer EM-Gegner werden gegen uns haushoher Favorit sein, und auch der dritte ist mindestens so stark wie wir, wenn nicht stärker."

Der von Hickersberger wahrgenommene positive Trend soll nun in den Partien gegen Japan und Chile im Rahmen des "Turniers der Kontinente" fortgesetzt werden, auch wenn Hickersberger vor den Japanern warnte: "Vom Kräfteverhältnis her wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden." Ein Vorteil der Asiaten ist laut Hickersberger die Tatsache, an den drei jüngsten Weltmeisterschaften teilgenommen zu haben. "Die Erfahrung, bei so einem Turnier dabei gewesen zu sein, ist ein wertvolles Kapital, das werden unsere Spieler nach der EURO auch spüren."

Gegen die Japaner ist Helge Payer der ÖFB-Einsergoalie, gegen Chile bekommt Jürgen Macho seine Chance. Wie lange die Tormann-Rotation noch dauert, steht für Hickersberger ebensowenig fest wie ein möglicher Einsatz von Martin Stranzl gegen Japan. Der Spartak-Moskau-Legionär laboriert an einer Bänderverletzung im Sprunggelenk. "Es besteht die Chance, dass er gegen Chile dabei ist. Gegen Japan ist es sehr unwahrscheinlich, aber das muss Stranzl selbst entscheiden", erklärte "Hicke".

(apa/red)

4.9.2007 14:37
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