Nach geplatztem Transfer zu Werder: Prödl
ist voll auf Sturm & ÖFB-Team konzentriert
- Enttäuscht: "Hoffentlich ist Wechsel nur verschoben"
- Transferverhandlungen scheiterte an Ablösesumme

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Bis jetzt hat noch vieles auf einen Wechsel von Sebastian Prödl zu Werder Bremen hingedeutet, nach dem gescheiterten Transfer will sich der Innenverteidiger nun voll auf die bevorstehenden Testspiele mit dem österreichischen Fußball-Nationalteam gegen Japan und Chile und seinen Club Sturm Graz konzentrieren. "Es ist schade, aber jetzt muss ich mein Potenzial bei Sturm und im Team neu beweisen", meinte der U20-WM-Kapitän im ÖFB-Camp in Velden.
Ein bisschen trauert Prödl dem möglichen Transfer in die deutsche Bundesliga, der aufgrund der unterschiedlichen Vorstellungen beider Vereine bezüglich der Ablösesumme nicht zustande kam, noch nach. "Jedes Kind hat einen Traumverein, und Bremen ist ein Traumverein. Aber hoffentlich ist der Wechsel nur verschoben."
Werder-Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs hatten sich bei Bremen-Stürmer und Prödl-Zimmerkollegen Martin Harnik über Prödl erkundigt (Harnik: "Ich habe ihnen geraten, ihn zu holen, weil er gut zu uns passen würde") und kündigten nach dem Ende der Gespräche mit Sturm an, im Winter einen neuen Versuch zu starten. Das sportliche Führungsduo des deutschen Clubs vermittelte Prödl nach eigenen Angaben nicht den Eindruck, dass er nur als Ergänzungsspieler geholt werden sollte.
"Wenn ein Verein bereit ist, für einen Spieler ein, zwei Millionen Euro zu zahlen, dann holt man diesen Spieler nicht für die Tribüne. Außerdem würde ich auch nicht zu einem Verein gehen, wo ich selbst nicht überzeugt bin, dass ich eine Chance habe", betonte der 20-Jährige.
Bis wenige Stunden vor Transferschluss stand auch noch ein Wechsel zu Rosenborg Trondheim im Raum, Prödl erteilte dem norwegischen Eliteliga-Teilnehmer aber eine Absage. "Dafür gab es einige Gründe, so war zum Beispiel das Zeitfenster für die Verhandlungen zu eng. Ich hätte Bremen bevorzugt."
Als Trostpflaster blieb dem Abwehrspieler immerhin der laut Prödl "wunderschöne Sieg" am Sonntag gegen Rapid. "Da habe ich bewiesen, dass ich mich wieder voll auf Sturm konzentriere", sagte der Steirer und ergänzte: "Aber jedem ist bewusst, dass mein Ziel das Ausland ist."
Bei seiner Entscheidung über einen möglichen Auslands-Transfer im Winter wird Prödl zwar die Notwendigkeit der eigenen Spielpraxis im Hinblick auf die EURO 2008 berücksichtigen, der dreifache ÖFB-Teamspieler stellte aber auch klar: "Die Entscheidung treffe ich letztlich für mich alleine, da hat kein anderer Einwirkung, auch nicht Teamchef Hickersberger oder Andi Herzog."
(apa)










