3.9.2007 15:31

Linz & Macho in der neuen 'Vereinsheimat':
'Hicke' zufrieden mit seinen ÖFB-Legionären

  • Macho wechselt von FC Kaiserslautern zu AEK Athen
  • Linz konnte sich im Neo-Verein Braga bewähren

Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger hat vor den beiden Testspielen gegen Japan und Chile zwar mit Verletzungssorgen zu kämpfen, dafür gab es in den vergangenen Tagen aber auch positive Nachrichten von der Legionärsfront. Jürgen Macho hat nach seiner Degradierung zum Zweier-Goalie in Kaiserslautern mit AEK Athen einen neuen Verein gefunden und Roland Linz durfte sich gleich in den ersten beiden Partien mit seinem Neo-Verein Braga über Erfolgserlebnisse freuen.

Der Stürmer war schon beim 2:0-Liga-Auftaktsieg von Braga auswärts gegen Belenenses an beiden Treffern beteiligt. In der 8. Minute eingewechselt, holte er einen Elfmeter heraus und bereitete das zweite Tor vor. Der Steirer traf kurz vor Schluss zum 2:1-Endstand gegen Amadora. "Es war wichtig, dass ich gleich im zweiten Spiel getroffen habe. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben und ich hoffe, dass ich das auch zum Nationalteam mitnehmen kann", erklärte Linz im ÖFB-Camp in Velden.

Nicht ganz glücklich in Porto
In der vergangenen Saison brachte es der 26-Jährige im Boavista-Dress immerhin auf zehn Treffer, dennoch wurde er in Porto aufgrund der dort praktizierten Defensiv-Taktik nicht wirklich glücklich. "Auch das Klima war dort nicht sehr gut. Aber Braga ist anders, ein Spitzenteam in Portugal. Die Qualität der Mannschaft ist besser."

Sein neuer Verein mit dem extravaganten, teilweise in Fels gehauenen Stadion (Linz: "Das ist gewöhnungsbedürftig, aber wunderschön und etwas Besonderes") trifft der 26-fache Internationale (5 Tore) in der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde auf den schwedischen Vertreter Hammarby. "Wir haben sehr gute Chancen, die Gruppenphase zu erreichen", behauptete der Angreifer.

Macho unzufrieden bei Kaiserslautern
Macho hat noch etwas Zeit, um sich im Training im Kampf um das Einser-Leiberl durchzusetzen. "Ich bin froh, dass es mit dem Wechsel noch geklappt hat, denn meine Situation in Kaiserslautern war unbefriedigend", meinte der Ex-Rapidler, der voraussichtlich in der Chile-Partie (gegen Japan wird wohl Helge Payer an der Reihe sein) zum Einsatz kommen wird.

Hickersberger gratulierte dem 30-Jährigen zu seinem Umzug nach Athen. "Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, den Transfer über die Bühne zu bringen. Für das Team war das ganz wichtig, denn als Zweier-Goalie sind die Möglichkeiten, in der Nationalmannschaft zu spielen, sehr eingeschränkt", meinte der Coach, der nun künftig beim Athener Derby AEK - Panathinaikos (Arbeitgeber von Andreas Ivanschitz) gleich zwei ÖFB-Internationale beobachten und bei dieser Gelegenheit auch den griechischen Teamchef Otto Rehhagel treffen kann.

Im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Auftakt von Linz in Braga sprach Hickersberger von einem "Traum-Einstand". "Für ihn war es sehr wichtig, gleich am Anfang die Mitspieler, Fans und den Vereins-Vorstand zu überzeugen."

(apa/red)

3.9.2007 15:31
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