Blauer Brief für Alonso, Hamilton & Co: FIA fordert Fahrer zu Aussage über Spionage auf
- Profis müssen Kopien der Informationen hergeben
- Haug: "Team hat nichts getan, was nicht erlaubt ist"
·McLaren-Mercedes in
Spionage-Bedrängnis
Alonso und de la Rosa eventuell darin verwickelt
·"Spionage-Affäre" geht in nächste Runde
Ex-Ferrari-Mechaniker dementiert Vorwürfe
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Teamchef Dennis: 'Ferrari
benutzte illegale Teile!'
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trat in Italien vor Medien
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Stepney will weitere Namen in Affäre nennen
·Stepney drohen bis zu vier Jahre Haft!
Spionage & Düngemittel in Ferrari geschüttet?
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Wer ist für sie der Favorit auf den Weltmeistertitel?
Der Internationale Automobil-Verband FIA hat in Monza den Brief veröffentlicht, den er an die drei McLaren-Mercedes-Piloten wegen der Spionage-Affäre geschrieben hat. Darin fordert FIA-Präsident Max Mosley den zweifachen spanischen Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso, den Briten Lewis Hamilton und den spanischen Ersatzfahrer Pedro de la Rosa auf, Kopien des ihnen möglicherweise zugegangenen geheimen Materials über den neuen Ferrari an den Dachverband zu schicken.
Sollte sich später herausstellen, dass sie wichtige Informationen zurückgehalten hätten, würden ihnen ernsthafte Konsequenzen drohen.
McLaren-Mercedes hat um Verständnis dafür gebeten, dass zur neuen Situation in der Spionage-Affäre keine Stellungnahmen abgegeben werden. "Unsere Anwälte haben uns geraten, dass das Team und unsere Fahrer keine weiteren Kommentare machen sollten, weil der Fall am Donnerstag vor dem Motorsport-Weltrat angehört wird und das das richtige Forum sei, um die Angelegenheit zu diskutieren", schrieb das Team in einer Presseerklärung.
McLaren kündigte allerdings an, bei der Anhörung eine starke Beweisführung zur Verteidigung vorzulegen. "Unser Team hat nichts getan, was nicht erlaubt ist", betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem Training zum Grand Prix von Italien in Monza, in dem McLaren-Pilot Fernando Alonso vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton Bestzeit erzielt hatte. WM-Leader Hamilton hatte bereits am Vortag erneut seine Unschuld versichert, Weltmeister Alonso schwieg zu dem ungeliebten Thema überhaupt gänzlich.
Haug erinnerte daran, dass die Silberpfeile auch ohne fremde Hilfe schnell sind. Die Vorwürfe ließen ihn daher "ziemlich kalt". Selbst der Konkurrent Ferrari, der die Berufungs-Verhandlung am Donnerstag ursprünglich erwirkt hatte, übte sich in Zurückhaltung. "Wir haben immer gesagt, dass das letzte Wort in dieser Geschichte noch nicht gesprochen ist. Wir waren aber immer überzeugt, dass alles ans Tageslicht kommen wird", zitierte die Zeitung "La Stampa" Ferrari-Präsident Luca die Montezemolo.
(apa/red)
