Montag, 3. September 2007

"Familiäre Angelegenheiten": Venus könnte im Semifinale auf Schwester Serena treffen

  • Zuvor: Serena vs. Henin und Venus vs. Jankovic
  • Serena und Venus geben sich gegenseitig Tipps

Am Tag nach dem Aus von Titelverteidigerin Maria Scharapowa setzten sich bei den US Open bei den Damen wieder die Favoriten durch. Unter anderem auch Australian-Open-Siegerin Serena Williams, und ihre mit 27 Jahren um 15 Monate ältere Schwester Venus, die heuer in Wimbledon triumphiert hat. Die beiden steuern zielstrebig auf ein Semifinale gegeneinander zu, allerdings bäumen sich im Viertelfinale noch zwei gewaltige Hürden auf.

In der äußerst stark besetzten oberen Raster-Hälfte bekommt es Serena nun mit der topgesetzten French-Open-Siegerin Justine Henin zu tun, und Venus hat es mit Bammer-Bezwingerin Jelena Jankovic auch nicht gerade leicht.

"Das wäre wunderschön, denn das würde bedeuten, dass eine Williams hier im Finale steht und die US-Amerikaner eine Chance auf den Titel haben", meinte Venus nach ihrem glatten 6:4,6:2-Erfolg über die als Nummer 5 gesetzte Ana Ivanovic. Auf dem Weg dorthin versorgen sich die Schwestern schon mit gegenseitigen Tipps, wenn nötig auch via Email. "Ich habe Serena eine Email geschrieben, weil ich geschlafen habe, als sie das Hotel verlassen hat. Wir geben uns immer Tipps." Auch Serena habe ihr Empfehlungen vor der Partie gegen Ivanovic gegeben.

Die beiden Schwestern verstehen sich prächtig. Sie waren sogar im Laufe der ersten Turnierwoche mitten in Manhattan shoppen. Ist das überhaupt möglich ohne eine Traube von Menschen um sich zu haben, lautete die logische Frage an Venus. "Es ist immer ein bisschen anders. Manchmal spricht dich niemand an, dann gehe ich mit meinem Hund spazieren und es springt auf einmal ein Busfahrer aus seinem Bus. Er hält einfach den Bus an, springt raus und läuft", wundert sich Venus.

Für Serena wird die Aufgabe im Viertelfinale freilich besonders schwer. Im Head-to-Head führt sie zwar mit 6:5, doch bei den French Open und in Wimbledon in diesem Jahr musste sich die Afro-Amerikanerin der Belgierin jeweils geschlagen geben. In Paris in zwei, in London in drei Sets. "In Wimbledon konnte ich keine Rückhand schlagen", erinnerte Serena an ihre Daumenverletzung, die sie gequält hatte. "Ich war wirklich stolz auf mich, dass ich überhaupt so weit gekommen bin, danach musste ich sechs Wochen pausieren", so Serena.

Zum dritten Mal in Folge kommt es nach den French Open und Wimbledon somit zum Viertelfinal-Kracher Henin-Serena Williams. "Es hat zuletzt ziemlich gut geklappt, ich hoffe, es geht mir auch hier wieder gut. Wir kennen einander ziemlich gut. Jeder hat auf dieses Match gewartet und da sind wir", sagte Henin nach ihrer neuerlich überzeugenden Leistung im Achtelfinale gegen Dinara Safina, gegen die sie nur zwei Games abgegeben hat. "Ich spiele Tennis, damit ich solche Matches bekomme. Ich bin sehr glücklich, wieder gegen sie zu spielen", zeigte die Weltranglisten-Erste keinerlei "Furcht" vor diesem Aufeinandertreffen.

(apa)

3.9.2007 11:50