Samstag, 8. September 2007

Ausschluss der UCI ignoriert: Spanien nominierte Alejandro Valverde für Rad-WM

  • 27-Jähriger vermutlich in Doping-Causa verwickelt
  • Laut Radsport-Verband darf Valverde nicht starten

Der spanische Radsport-Verband (RFEC) hat bestätigt, dass Alejandro Valverde für die Straßen-WM am 30. September in Stuttgart nominiert wird. Der Verband ignoriert damit einen Ausschluss des Weltverbandes UCI, der im August wegen dessen möglicher Verwicklung in die Doping-Untersuchung "Operation Puerto" ein Verfahren gegen Valverde angeordnet hat.

"Die RFEC will öffentlich festhalten, dass sie die Aufforderung der UCI zurückweist und den Fahrer für die WM nominiert", erklärte der spanische Verband auf seiner Website. Es liegen keine neuen Fakten gegen Valverde vor, betonten die Spanier. "Die RFEC behält sich rechtliche Schritte vor, wenn die UCI ihre Rechte und Interessen verletzt und Valverdes Teilnahme an der WM verhindert."

Valverde hatte im vergangenen Jahr in Salzburg hinter dem Italiener Paolo Bettini und dem Deutschen Erik Zabel WM-Bronze gewonnen. Der 27-Jährige hatte unter anderem auf die laufende Vuelta verzichtet, für die er als Mitfavorit gegolten hätte, um sich optimal auf die WM vorbereiten zu können. Tour-de-France-Sieger Alberto Contador wird nach Entscheidung von Spaniens Teamchef Paco Antequera definitiv nicht in Stuttgart starten.

Laut UCI darf Valverde nicht starten
Der Radsport-Weltverband widersprach dem spanischen Landesverband (RFEC) und schloss eine Teilnahme Valverdes an der Weltmeisterschaft aus. "Nach dem Reglement der UCI darf Valverde nicht starten", teilte ein Sprecher des Weltverbandes mit. Ein Fahrer, gegen den Ermittlungen wegen möglicher Verletzungen der Dopingbestimmungen eingeleitet wurden, sei laut UCI-Reglement nicht zur Teilnahme an Weltmeisterschaften berechtigt, so der Sprecher weiter. (apa/red)

8.9.2007 18:23