Donnerstag, 6. September 2007

Handball - Bregenz hofft auf Königsklasse:
Einzug in Champions League in Reichweite

  • Landesmeister trifft am Freitag auf Italgest Casarano

Wenn Österreichs Männer-Handball-Meister A1 Bregenz am Freitag (20.15 Uhr/live ORF Sport Plus/SR Visekruna/Stanojevic/SRB) in seiner Arena Rieden-Vorkloster das Rückspiel in der Qualifikation zur Champions League gegen Italgest Casarano bestreitet, dann begeht er ein rundes Jubiläum. Es ist nämlich das 50. Europacup-Spiel der Vorarlberger, die den Anlass natürlich mit dem dritten Einzug en suite in die "Königsklasse" feiern wollen.

"Kommt alle, wir brauchen Euch, um unseren gemeinsamen Traum, in unserer Arena wieder gegen die besten Vereine Europa spielen zu dürfen, wahr werden zu lassen", appellieren die Mannen um Kapitän Gregor Günther an ihre Fans. Die Chancen auf ein Happy End stehen gut, die Bregenzer haben das Hinspiel unter widrigsten Bedingungen in Lecce 31:28 gewonnen und gegen italienische Vertreter im Europacup eine blütenweiße Weste. In drei Duellen (2 x AC Prato, 1 x Pallamano Secchia) gelang immer der Aufstieg.

"Wir müssen den Sack zumachen, auf der Hut sein, aber wir haben nun mit 70:30 die besseren Karten", sagt Manager Roland Frühstück, der auf ein volles Haus (2.000 Zuschauer) hofft. Neben der Italien-Bilanz und dem Heimvorteil spricht auch die Erfahrung für die Gastgeber, die bereits ihre achte Europacup-Saison (bisher 22 Siege, 26 Niederlagen, 1 Remis) bestreiten. Der italienische Double-Gewinner, dessen Meisterschaft erst am 22. September beginnt, ist hingegen ein Debütant im internationalen Geschäft. In der Vorwoche in Lecce bestritten sie erst ihre erste EC-Partie. Dennoch bewiesen die Süditaliener vor allem in der zweiten Hälfte des Hinspiels ihre Gefährlichkeit.

Mit einer 4:2-Deckung störten sie die Bregenzer Angriffe erfolgreich und in der eigenen Offensive waren sie durch Regisseur Rok Ivanicic (10 Tore) und den flinken Flügelleuten Milan Torbica und Demis Radovcic stets gefährlich. Die Gastgeber sind gewarnt. Sie wissen, dass der Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf und der Drei-Tore-Vorsprung innerhalb einer Minute verspielt sein kann. Die Devise lautet: Chancen geduldig herausspielen und konsequent nützen. (apa/red)

6.9.2007 11:34