Staatschefs in Sydney: APEC-Gipfel einigte sich endlich auf Erklärung zum Klimaschutz
- Langes Ringen endet in gemeinsamer Erklärung
- Mehrere Verletzte bei Demonstration in Sydney
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Muss laut USA weitere Schritte unternehmen
Die 21 Staats- und Regierungschefs der Pazifik-Anrainerstaaten (APEC) haben sich in Sydney laut australischem Premierminister Howard nach langem Ringen auf eine Klimaschutzerklärung geeinigt. Darin sprechen sich die Länder nach seinen Angaben für ein langfristiges Ziel bei der Verringerung der Treibhausgase aus. Die sogenannte "Sydney-Erklärung" sieht aber keine konkreteren Vorgaben dazu vor.
Sie seien sich auch einig, dass alle, Industrie- wie auch Entwicklungsländer, einen Beitrag leisten müssten, sagte Howard. Zudem wollten die APEC-Länder den Energieverbrauch in den nächsten Jahren senken. Schon im Voraus war der Entwurf der Klimaerklärung von Kritikern im Voraus als nichtssagend bemängelt worden.
Einem Entwurf der Erklärung zufolge, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, sollen die weiteren Schritte zum Klimaschutz im Rahmen der Vereinten Nationen bei einem für Dezember geplanten Treffen in Bali in Indonesien statt finden. Dann soll eine Nachfolgevereinbarung für das Kyoto-Protokoll gefunden werden, das 2012 ausläuft.
Die "Sydney-Erklärung", zu der sich auch China und die USA verpflichtet haben, gilt als Kompromiss zwischen Industrie- und ärmeren Schwellenländern. Der Entwurf sieht unter anderem vor, die Energieeffizienz im APEC-Raum bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2005 um mindestens 25 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen Waldflächen vergrößert werden. Analysten sagten, die Erklärung beinhalte "zu wenig und sei zu spät". Die Problematik des Klimawandels sei zu ernst, als dass ein bloßes Anvisieren von Taten ausreiche. Es seien echte Ziele vonnöten.
Mehrere Verletzte bei Demonstrationen
Bei den Protesten gegen den Gipfel der Asien-Pazifik-Wirtschaftskooperation (APEC) in Sydney sind zwei Polizisten verletzt worden. Neun Demonstranten seien festgenommen worden, teilte die Polizei der australischen Hafenmetropole mit. Einer der Polizisten sei mit einer Eisenstange am Kopf getroffen worden, ein anderer wurde von einem Pfeil getroffen.
"Ich bin nicht glücklich damit, dass Polizisten in solch gewalttätiger Weise angegriffen wurden", sagte ein Polizeisprecher. Ihm zufolge zogen 5.000 Demonstranten durch die Stadt, Gipfelgegner sprachen von 10.000 Demonstranten. Die im Vorfeld befürchteten massiven Krawalle blieben dabei vorerst aus.
Aus Angst vor gewalttätigen Ausschreitungen patrouillierten unzählige Polizisten in voller Kampfmontur durch Sydney. Außerdem wurde das Gipfelzentrum durch eine mehr als fünf Kilometer lange Mauer abgeriegelt.
(apa/red)
