Freitag, 7. September 2007

Begrüßungsrede von Fischer: Präsident empfängt Heiligen Vater 'mit großer Freude'

  • Betont gute Beziehungen des Vatikan mit Österreich
  • "Freundschaftliche und vertrauensvolle Begegnungen"

Mit "großer Freude" hat Bundespräsident Heinz Fischer den Papst am Wiener Flughafen willkommen geheißen. In seiner Begrüßungsansprache betonte der Präsident die "Gleichwertigkeit aller Menschen - Männern und Frauen". Wer sich zu dieser und zum Grundsatz "sozialer Gerechtigkeit" bekenne, "muss auch für gleiche Lebenschancen eintreten", erklärte er gegenüber dem Pontifex. Er lobte die bewährten "völkerrechtlichen Vereinbarungen zwischen dem Vatikan und Österreich", die auch in Zukunft zu den "verlässlichen Grundlagen der Beziehungen" zwischen den zwei Staaten zählen würden.

Österreich sei ein Land mit einer "langen, eindrucksvollen und ereignisreichen Geschichte", so der Präsident. Zur Entwicklung der Wissenschaft (...) und zum europäischen Gesellschaftsmodell habe das Land wichtige Beiträge geleistet. Darauf seien die Österreicher stolz - "ohne dabei zu vergessen, dass man auch die dunklen Stunden unserer Geschichte einbekennen" müsse.

Als die wichtigsten Ziele der Politik nannte Fischer die Friedenserhaltung zwischen den Völkern, den erwähnten Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit, den Kampf gegen die Armut sowie die Freiheit der Religionsausübung. "Wir bekennen uns zum Grundsatz des friedlichen Zusammenlebens der gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften und zur Bereitschaft zum Dialog", so der Bundespräsident.

"Freundschaftliche und vertrauensvolle Begegnungen"
Fischer wünschte dem Heiligen Vater "freundschaftliche und vertrauensvolle Begegnungen". Außerdem sei es sein und "unser aller" aufrichtiger Wunsch, dass sich dessen Erwartungen an den Besuch erfüllen mögen und er "reiche Früchte trägt". Man habe "intensiv und harmonisch zusammengearbeitet, um den Aufenthalt des Pontifex vorzubereiten und erfolgreich zu machen. Das schlechte Wetter kann uns da in keiner Weise behindern." Abschließend lud Fischer Benedikt dazu ein, Österreich während seines Aufenthalts als "seine zweite Heimat zu betrachten".

(apa/red)

7.9.2007 14:16