"Alles ist ruhig geblieben": Polizei zieht positive Bilanz nach erstem Besuchstag
- Herrenlose Koffer sorgten kurzzeitig für Aufregung
- Folder für die Visite von Benedikt XVI. als Inhalt

"Alles ist ruhig geblieben." - "Gar nichts, keine Festnahmen." - So lautete die Bilanz des ersten Tages des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Wien. Die Witterung sei schuld daran gewesen, dass es deutlich weniger Schaulustige gab als ursprünglich erwartet, sagte Oberst Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, am Abend der APA.
Für etwas Aufregung sorgten laut Gollia zwei herrenlose Koffer am Stephansplatz. Ein sprengstoffkundiger Beamter untersuchte die Gepäckstücke und fand Folder für die Visite von Benedikt darin. "Ansonsten ist alles sehr ruhig verlaufen. Weder am Flughafen noch in der Stadt hat es irgendwelche Vorkommnisse gegeben", sagte der Innenministeriums-Sprecher. Auch die Demos gegen den Besuch des Papstes seien friedlich verlaufen.
Auch Walter Hladik, Sprecher der Bundespolizeidirektion Wien, wusste nicht von Festnahmen zu berichten. Lediglich ein bekannter Aktivist sei Am Hof in der Innenstadt aufgekreuzt. In seiner Tasche hatte er ein Transparent. Die Polizisten hielten ihn an, stellten die Identität fest und überprüften den Text des Transparents.
Die Sicherheitskräfte in Österreich stehen beim Besuch von Benedikt XVI. im Großeinsatz: 2.200 Polizisten und 1.350 Soldaten des Bundesheeres sorgen dafür sorgen, dass die Visite des Oberhauptes der Katholischen Kirche am Wochenende reibungslos von statten geht.
Allein 1.300 bis 1.400 Polizisten werden für den Ordnungsdienst, weitere 350 für Verkehrsmaßnahmen eingeteilt sein. Unter den Polizisten befinden sich 150 Beamte des Einsatzkommandos Cobra. Diese sind mit dem Personenschutz für Benedikt XVI. befasst, haben aber auch eine "Anti-Terror-Komponente". Weiters sind gefahrstoffkundige Organe und Sprengstoffexperten im Einsatz.
(apa/red)
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