Schüler können sich für Papst frei nehmen: Freistellung nur für Wien & Niederösterreich
- "Religiöse Übung" für katholische Privatschulen
- Kritik von "ArbeiterInnenstandpunkt" und "Revolution"
Eltern von Wiener Schülern können für den Besuch des Papstes eine Freistellung vom Unterricht beantragen. Gleiches habe bereits beim bisher letzten Papstbesuch gegolten, hieß es aus dem Stadtschulrat. Damit sei man einem Wunsch der Kirche nachgekommen. Eine ähnliche Regelung gibt es auch für Niederösterreich.
Eltern von Wiener Schülern können für den Besuch des Papstes eine Freistellung vom Unterricht beantragen. Gleiches habe bereits beim bisher letzten Papstbesuch gegolten, hieß es aus dem Stadtschulrat. Damit sei man einem Wunsch der Kirche nachgekommen. Eine ähnliche Regelung gibt es auch für Niederösterreich.
Papstbesuch wird zur Schulveranstaltung
An einigen katholischen Privatschulen wird der Papstbesuch zu einer Art Schulveranstaltung bzw. "religiösen Übung", so Rudolf Luftensteiner, pädagogisch-organisatorischer Leiter der Superiorenkonferenz gegenüber der APA: Die Kinder werden nicht heimgeschickt, sondern fahren - von der Schule organisiert - mit Lehrern und Erziehern zur Feier am Platz Am Hof in der Wiener Innenstadt. Eine generelle Vorgabe dafür gibt es nicht, jede Schule entscheidet autonom, ob sie daran teilnimmt.
Als "skandalös" bezeichneten diese Vorgangsweise die Organisationen "ArbeiterInnenstandpunkt" und "Revolution", die auch die Gegendemonstration zum Papstbesuch veranstalten. Viele Jugendliche hätten die Erfahrung gemacht, "dass, wo immer sich Schülerinnen und Schüler in der Vergangenheit gesellschaftskritisch engagierten, sie immer wieder vom Stadtschulrat mit disziplinären Maßnahmen bedroht wurden", hieß es in einem E-Mail. Und weiter: "Ganz anders hingegen, wenn der absolutistisch regierende Herrscher eines theokratischen Zwergenstaates namens Vatikan und Führer einer religiösen Sekte nach Österreich kommt."
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
