Blutiger Selbstmordanschlag in Algerien: Al Kaida bekennt sich zu 2 brutalen Attentaten
- Dutzende Tote bei Explosion in Hafenstadt Delly
- Zwei Tage zuvor 20 Tote bei Anschlag in Batna
Die Extremistengruppe Al Kaida hat sich dem Sender Al Jazeera zufolge zu den zwei jüngsten Selbstmordanschlägen in Algerien mit dutzenden Toten bekannt. Der nordafrikanische Zweig der Gruppe, Al Kaida im islamischen Maghreb, habe dies im Internet erklärt. Nach dem Selbstmordanschlag auf eine Kaserne in Algerien ist Opferzahl offenbar weiter gestiegen. Krankenhauskreisen zufolge tötete die Explosion in der Hafenstadt Dellys 37 Menschen.
Zuvor hatte das Innenministerium von 30 Toten und 47 Verletzten gesprochen. Der Anschlag sei von zwei Attentätern ausgeführt worden, die dabei ums Leben gekommen seien. Ob die Täter bei der offiziellen Opferzahl mitgezählt wurden, war unklar. Die Attentäter hatten vor einer Kaserne der Küstenwache einen Lastwagen zur Explosion gebracht.
Erst zwei Tage zuvor verübte die Al Kaida einen weiteren Selbstmordanschlag. Dabei waren in der Stadt Batna kurz vor einem Besuch von Präsident Abdelaziz Bouteflika 20 Menschen getötet worden. Der Sender berief sich auf eine im Internet veröffentlichte Bekenner-Erklärung.
Die Behörden riefen die Algerier auf, im ganzen Land für Frieden zu demonstrieren. Präsident Bouteflika hatte den Anschlag von Batna als Versuch von Rebellen bezeichnet, seine Politik der nationalen Versöhnung zu torpedieren.
(apa/red)
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