Samstag, 8. September 2007

Messer-Attacke auf Geistlichen: Rabbiner in Frankfurt auf offener Straße angegriffen

  • Mann erlitt Bauchstich, aber keine Lebensgefahr
  • Angreifer dürfte mit ihm Arabisch gesprochen haben

In Frankfurt am Main ist ein 42-jähriger Rabbiner auf offener Straße niedergestochen worden. Das Mitglied der jüdischen Gemeinde wurde mit einem Messerstich im Bauchbereich schwer verletzt und musste in einer Frankfurter Klinik operiert werden, wie die Polizei mitteilte. Lebensgefahr habe aber nicht bestanden. Die Identität des Täters ist noch nicht bekannt.

Die Tat ereignete sich im Ortsteil Westend, wo der 42-Jährige mit zwei Bekannten zu Fuß unterwegs war. Ein von Zeugen als Südländer, möglicherweise Araber, beschriebene Täter in Begleitung zweier Frauen habe den Mann in arabisch klingenden Worten angesprochen. Der Geschädigte, der eine jüdische Kopfbedeckung trug, habe die Worte nicht verstanden. Daraufhin habe der Täter auf Deutsch eine Todesdrohung ausgesprochen und mit einem Messer einmal zugestochen. Danach flüchteten der Messerstecher und die beiden Frauen in verschiedene Richtungen.

Nach der ersten Einschätzung gehen die Ermittler von einer spontanen und zufälligen Tat aus. Anhaltspunkte für einen gezielten Anschlag hätten sich bisher nicht ergeben.

(apa/red)

8.9.2007 16:38