Freitag, 7. September 2007

Bush bot Nordkorea Friedensabkommen an:
Land müsse aber Atomprogramm beenden

  • US-Präsident für neue Sicherheitsarrangements bereit
  • USA, China & Russland schicken Atom-Inspektoren

US-Präsident Bush hat Nordkorea ein formelles Friedensabkommen unter der Bedingung angeboten, dass das Land auf sein Atomwaffenprogramm verzichtet. Sollte die Führung in Pjöngjang ihre Zusagen über ein Ende des Atomwaffenprogramms einhalten, sei er bereit, neue "Sicherheitsarrangements" für die koreanische Halbinsel anzubieten, sagte Bush am Rande des APEC-Gipfels in Sydney.

In einer Rede vor Wirtschaftsvertretern beim Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforum bekräftigte Bush weiters seinen Optimismus bezüglich der Lage im Irak: "Wir werden im Irak Erfolg haben", sagte der US-Präsident und rief die APEC-Staaten auf, im Kampf gegen den Terrorismus nicht nachzulassen. "Druck hält die Terroristen auf der Flucht, und wenn sie auf der Flucht sind, sind wir sicherer."

USA, China & Russland schicken Atom-Inspektoren
Die USA, China und Russland schicken unterdessen in der kommenden Woche Atomexperten nach Nordkorea. Die Inspektoren sollten sich vier Tage lang einen Überblick über die Atomanlagen verschaffen, die im Rahmen der internationalen Vereinbarung zum Abbau des Nuklearprogramms abgeschalten werden, sagte der US-Unterhändler bei den Nordkorea-Verhandlungen, Christopher Hill. Nordkorea habe die Inspektion angeboten. Sie sei ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel.

Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hat das Ende seines Atomprogramms im Gegenzug für umfangreiche Energielieferungen und andere Hilfsleistungen bis Ende des zugesagt.
(apa/red)

7.9.2007 12:05