Donnerstag, 6. September 2007

Trotz großangelegter Suche in der Wüste von Nevada: Von Fossett fehlt jede Spur!

  • 63-Jähriger war mit einmotoriger Maschine gestartet
  • Freund Branson zeigt sich durchaus besorgt"

Von dem seit 3. September verschwunden Flug- Abenteurer Steve Fossett fehlt weiterhin jede Spur. Rund 650 Rettungskräfte suchen den 63-Jährigen unter anderem mit Helikoptern und Flugzeugen in der Wüste von Nevada. Sein Verschwinden gibt immer mehr Rätsel auf.

Die Zeitung "USA Today" berichtete, Fossetts Maschine sei mit einem veralteten Ortungsgerät ausgestattet. Im Gegensatz zu neuen digitalen Geräten sei dieser Typ bekannt dafür, nach Abstürzen zu versagen, hieß es unter Berufung auf Sicherheitsbehörden.

Der 63-Jährige war mit seinem einmotorigen Kleinflugzeug in der Wüste von Nevada zu einem Routineflug gestartet, um eine geeignete Piste für einen neuen Geschwindigkeitsrekord auszuspähen. Der Pilot hatte genügend Treibstoff für einen drei- bis vierstündigen Flug dabei. Bisher ging kein Notruf von Fossetts Flugzeug ein.

Berichte, dass der 63-Jährige auf ein abgesperrtes Militärgelände abgestürzt sein könnte, tat Cynthia Ryan von der Zivilen Flugaufsicht in Nevada als "lachhaft" ab. Einsatzteams hatten beim Überfliegen der teils schwer zugänglichen Wüsten- und Bergregion ein Flugzeugwrack entdeckt und zunächst vermutet, dass es sich um Fossetts einmotorige Maschine handeln könnte. Bei näherer Inspektion entpuppte es sich als ein altes Wrack.

Er sei "durchaus besorgt", sagte Richard Branson, ein Freund Fossetts und Gründer der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic. Möglicherweise sei der vielfache Weltrekordler verletzt, sonst hätte er bestimmt einen Notruf abgegeben. Ryan stimmte einen optimistischen Ton an. "Es gibt keinen anderen, der so erfahren und in Notfällen so versiert ist wie Steve Fossett", sagte die Einsatzleiterin. "Die Chancen, dass wir diesen Mann finden, sind immer noch sehr sehr gut."

(apa/red)

6.9.2007 19:30