20 Tote bei schwerem Anschlag in Pakistan:
Zwei Explosionen erschüttern Rawalpindi
- Anschlag auf Bus hinterließ Szenen der Verwüstung
- Von Welle religiös motivierter Gewalt heimgesucht

Bei zwei Bombenanschlägen in Pakistan sind nach offiziellen Angaben mindestens 24 Menschen getötet worden. 66 weitere seien verletzt worden, teilte das Militär mit. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen, die Behörden vermuten jedoch islamistische Extremisten hinter der Tat. Die Explosionen ereigneten sich nur wenige Minuten nacheinander in verschiedenen Vierteln der Stadt, wo auch die Militärresidenz von Armee- und Staatschef Pervez Musharraf liegt.
Die erste Bombe explodierte in einem Bus, der durch die Garnisonsstadt Rawalpindi in der Nähe der Hauptstadt Islamabad fuhr. Es habe sich um einen Bus mit Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums gehandelt, erklärte ein Militärsprecher. Der weiße 40-Sitzer-Bus sei bei dem Anschlag völlig zerstört worden.
Kurz darauf meldete die Polizei die Explosion einer zweiten Bombe in einem Geschäftsviertel von Rawalpindi. Sie wurde demnach auf einem Motorrad gezündet. Dabei starben mindestens fünf Menschen.
Szenen der Verwüstung
Der Anschlag auf den Bus hinterließ Szenen der Verwüstung. Rettungskräfte arbeiteten am Dienstag in der Früh fieberhaft, um Verletzte und Tote aus den Trümmern zu bergen. "Es gab einen riesigen Knall und dann sah ich den Bus nur noch als verbeulten Haufen", berichtete Augenzeuge Mohammad Tahir. "Überall lagen zerfetzte Körperteile herum, überall war Blut."
Die pakistanische Armee hat in Rawalpindi ihr Hauptquartier. Der Ort grenzt an die Hauptstadt Islamabad, deren internationaler Flughafen in der Nachbarstadt angesiedelt ist. Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terrorismus und wird seit Wochen von einer Welle religiös motivierter Gewalt heimgesucht. Seit der gewaltsamen Erstürmung der von islamistischen Extremisten besetzten Roten Moschee in Islamabad im Juli wurden fast täglich Anschläge auf die Armee oder ihre Einrichtungen verübt. Die Behörden machten das Terrornetzwerk Al Kaida für die meisten Attentate verantwortlich.
(apa/red)
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