Mittwoch, 5. September 2007

Bush gibt im Irak Soldaten neue Hoffnung: Andeutung von teilweisem Truppenabzug

  • US-Soldaten kämpfen Seite an Seite mit Sunniten
  • Am 15. 09. muss Bush vor dem Kongress sprechen

US-Präsident Bush hat bei einem mehrstündigen Überraschungs-besuch im Westen des Irak mögliche Truppenreduzierungen in Aussicht gestellt. Auf einem US- Luftwaffenstützpunkt in der Provinz Al Anbar deutete Bush an, bei einer verbesserten Sicherheitslage könne der Irak-Einsatz auch mit deutlich weniger Soldaten aufrechterhalten werden.

Der Präsident hob Erfolge bei der Eingliederung einstiger sunnitischer Rebellen in der von ihm besuchten Region hervor. Der Abstecher Bushs erfolgte nur wenige Tage vor einem als wegweisend geltenden Bericht des Irak-Oberkommandanten David Petraeus und des US -Botschafters im Irak, Ryan Crocker, vor dem US-Kongress.

Sunniten & Amerikaner gegen die Al Kaida
In Al Anbar kämpfen einstige sunnitische Aufständische den US- Truppen zufolge mittlerweile gemeinsam mit den amerikanischen Soldaten gegen das internationale Terrornetzwerk Al Kaida. Petraeus und Crocker betrachteten die Entwicklung in der Provinz als sehr ermutigend, sagte Bush.

Eventuell weniger Soldaten nötig
"Wenn dieser Erfolg andauert, dann können wir das gleiche Sicherheitsniveau auch mit weniger amerikanischen Soldaten aufrechterhalten", sagte der US-Präsident. Er rief die Abgeordneten im Kongress dazu auf, "zu hören, was Petraeus und Crocker zu sagen haben".

Bush: Am 15. September zum Rapport
Mit Bush fanden sich auf dem Luftwaffenstützpunkt auch Außenministerin Rice, Verteidigungsminister Gates, der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley, der Generalstabschef Peter Pace, der US-Kommandant für den Nahen Osten William Fallon und der Irak- Oberkommandant Petreaus ein. Bush soll dem Kongress am 15. September über Fortschritte im Irak berichten. Die Mehrheit der oppositionellen Demokraten drängt auf einen baldigen Truppenabzug. (APA/red)

5.9.2007 14:52