Montag, 10. September 2007

Schuljahr beginnt mit Schülerschwund: Deutlich weniger Kinder sitzen in Klassen

  • Volks- und Hauptschule Verlierer, Zuwachs in AHS
  • "Ernst des Lebens" hat für alle Kids wieder begonnen

Der geburtenbedingte Schülerrückgang setzt sich auch im neuen Schuljahr fort. Insgesamt gibt es laut aktueller Schülerschätzung des Unterrichtsministeriums im Schuljahr 2007/08 1,161 Mill. Schüler, das ist um ein Prozent weniger als im Vorjahr. Volks- und Hauptschulen verlieren deutlich, Zuwächse gibt es nur ab der 9. Schulstufe, vor allem in der AHS-Oberstufe und den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Auch im Westen und Süden des Landes hat der Unterricht wieder begonnen.

An den Volksschulen wird es laut Schätzung heuer mit 337.000 Schülern um 2,8 Prozent weniger Kinder geben als im vergangenen Schuljahr, die Zahl der Taferlklassler sinkt um 2,1 Prozent auf 82.000. Die Hauptschulen werden mit 253.000 Schülern um zwei Prozent weniger Kinder bevölkern, die Zahl der Schüler an Sonderschulen sinkt ebenfalls um zwei Prozent auf knapp 13.000. Zuwächse von 1,7 Prozent gibt es dagegen an den Polytechnischen Schulen (22.000 Schüler). Insgesamt verlieren damit die allgemeinbildenden Pflichtschulen 2,3 Prozent, bleiben mit 625.000 Schülern aber nach wie vor die größte Gruppe im Regelschulwesen.

Zuwachs in AHS-Oberstufe
Die allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) wachsen insgesamt um 0,4 Prozent auf 205.000 Schüler. Dies ist aber nur auf das Wachstum der AHS-Oberstufe zurückzuführen, die gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf 88.000 Schüler zulegt. Die AHS-Unterstufe stagniert dagegen (minus 0,1 Prozent) bei 117.000 Schülern.

Deutlicher Zuwächse in BHS
Deutliche Zuwächse gibt es - wie schon in den vergangenen Jahren - an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, die von 190.000 Schülern besucht werden (plus 1,5 Prozent). Die berufsbildenden mittleren Schulen legen um 1,6 Prozent auf 53.000 Schüler zu, die berufsbildenden höheren Schulen um 1,4 Prozent auf 136.000 Schüler. Kaum Veränderungen gibt es an den lehrerbildenden Schulen, die von 13.000 Jugendlichen besucht werden (minus 0,1 Prozent). Die berufsbildenden Pflichtschulen verlieren 0,9 Prozent und rangieren nun bei 129.000 Schülern.

Schulbeginn im Westen und Süden
Für rund 700.000 Buben und Mädchen in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten und der Steiermark begann nach den zweimonatigen Sommerferien wieder der Unterricht. Ihre 461.000 Kollegen im Osten sitzen bereits seit einer Woche in den Klassenzimmern.

In den ersten Klassen Volksschule und Hauptschule werden heuer fast flächendeckend nur mehr 25 Schüler sitzen, in den ersten AHS-Klassen wurde die Klassenschülerzahl ebenfalls gesenkt - allerdings meist nicht auf die als "Richtwert" vorgegebene Zahl von 25.

(apa/red)

10.9.2007 12:24