Samstag, 8. September 2007

Verunreinigtes Trinkwasser in Hallstatt: Bakterien machen das Wasser ungenießbar

  • Kritik an Untersuchungsmethoden des Landes
  • Keine Krankheitsfälle: Wasser muss abgekocht werden

In Hallstatt gibt es kein Trinkwasser mehr. Das Wasser der oberösterreichischen Gemeinde ist mit Bakterien verunreinigt worden. Bürgermeister Peter Scheutz (S) übte im ORF-Radio Kritik an den Untersuchungsmethoden des Landes: Die Probe sei bereits am 20. August gezogen worden, die Gemeinde aber erst jetzt über die Verunreinigung informiert worden.

Er sei "einigermaßen irritiert", so Scheutz. Bei der Wasserentnahme durch das Land sei nicht "sehr geschickt" vorgegangen und die Probe "in irgendeinem Haus" gezogen worden. Die Gemeinde selbst überprüfe ihr Trinkwasser vier Mal im Jahr an verschiedenen Stellen im Ort.

Zum Trinken, bei der Zubereitung von Speisen sowie bei der Reinigung von Obst und Gemüse darf derzeit nur abgekochtes Wasser verwendet werden. Die Gemeinde habe alle Bürger per Telefon oder E-Mail verständigt, hieß es. Krankheitsfälle seien vorerst nicht gemeldet worden.

(apa/red)

8.9.2007 11:39