Donnerstag, 6. September 2007

Nach Auftauchen der Nazi-Videos: Anzeige bei Staatsanwaltschaft und Dienstenthebung

  • Bundesheer: Vier Verdächtige werden angezeigt
  • Verteidigungsminister Darabos: "Keine Kompromisse"

Im Fall der in der Salzburger Schwarzenberger-Kaserne aufgetauchten "Nazi-Videos" gibt es nun erste Konsequenzen. Die vier einvernommenen Verdächtigen werden vorerst vom Dienst beim Bundesheer enthoben, außerdem werden Disziplinarverfahren eingeleitet. Darüber hinaus erfolgen durch das Bundesheer Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz, gab das Verteidigungsministerium via Aussendung bekannt.

Verteidigungsminister Norbert Darabos betonte, dass es "keinerlei Nachsicht bei Sympathiebekundungen für das NS-System geben darf. Hier kann es keine Kompromisse geben". Der Verteidigungsminister will die Vorfälle bei einer österreichweiten Kommandantenbesprechung des Bundesheeres zur Sprache bringen. (apa/red)

6.9.2007 16:52