Donnerstag, 6. September 2007

Schulreform unter Beschuss: ÖVP kritisiert Schmied als unprofessionell & unstrategisch

  • Edlinger-Ploder: "Die Ministerin fährt Zick-Zack-Kurs"
  • "Für Umsetzung ist Rechtssicherheit erforderlich"

Kritik an der Vorgehensweise von Bildungsministerin Schmied gibt von der steirischen ÖVP, die - entgegen der Bundespartei - einen Pro-Gesamtschule-Kurs steuert. Diese sei "unprofessionell und unstrategisch", so Landesrätin Edlinger-Ploder, die Einführung von Modellregionen bleibe zur Zeit im Organisatorischen stecken.

"Die Ministerin fährt einen Zick-Zack-Kurs, der die Richtung, in die es gehen soll, nicht wirklich anzeigt." Zuerst ein Konzept ausarbeiten, dann Überzeugungsarbeit leisten und dann das Ergebnis in den Modellregionen vorzeigen - das wäre der logische Ablauf für diesen Teil der Schulreform, so Edlinger-Ploder. Gegen eine Änderung des Schulorganisationsgesetzes gebe es nichts einzuwenden, was aber fehle, sei eine "positive Atmosphäre", die auch durch ein Eingehen auf inhaltliche Fragen wie etwa die Leistungsdifferenzierung erreicht werden müsse, erklärte die steirische ÖVP-Politikerin im APA- Gespräch.

"Für die Umsetzung der Gemeinsamen Schule ist Rechtssicherheit erforderlich, um für die umfassenden inhaltlichen Diskussionen der nächsten Monate für alle Beteiligten die Gewissheit zu schaffen, dass sie nicht für die Schublade arbeiten, sondern tatsächlich an Realisierung eines zukünftigen Schulsystems", entgegnet die steirische Bildungslandesrätin Vollath.

(apa/red)

6.9.2007 13:47