Empörung um Bures: Rund 207.000 Euro für
Info-Kampagne zu Handy-TV ausgegeben
- BZÖ-Westenthaler regt kostspielige Werbung auf
- Medienministerin wollte "Öffentlichkeit informieren"
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Noch im vergangenen Jahr hatte sich Medienministerin Bures über die Werbekosten der alten Regierung empört, nun liegen die Ausgaben ihres Hauses vor. Rund 207.000 Euro hat etwa jene Inseratenkampagne gekostet, die Anfang Juli für den TV-Empfang via Handy im Zuge der Fußball-Europameisterschaft warb. Dies ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von BZÖ-Chef Peter Westenthaler.
"Österreich landete seinen ersten Treffer bei der Euro 2008 - Wir sind erster beim Handy-Fernsehen", ließ Bures am 6. Juli via Inserat in allen Tageszeitungen wissen. Anlass für die Info-Offensive: Bures hatte sich kurz zuvor mit der ÖVP darauf geeinigt, bis zum Beginn des Sport-Events den TV-Empfang via Handy zu ermöglichen. "Ein entscheidender Startvorteil für Österreichs Wirtschaft und Österreichs Arbeitsmarkt", fand die Ministerin im Zeitungs-Inserat - ein Fall von "nicht rechnungshofkonformer Propaganda", meinte dagegen Bures' Vorgängerin als Frauenministerin, ÖVP-Frauenchefin Rauch- Kallat.
In Bures' Ministerium hatte man sich kurz nach den Schaltungen hinter die Maßnahmen gestellt. Es sei darum gegangen, die vom Handy- TV betroffenen Unternehmen über den bevorstehenden Startschuss zum Aufbau der Infrastruktur zu informieren, hieß es damals. Der Gegenschuss: Rauch-Kallat habe in ihrer Regierungszeit fleißig geworben und für die Kampagne "Man(n) glaubt es kaum. Frau braucht Zeit und Raum" 370.000 Euro springen lassen.
"Information der Öffentlichkeit"
In der Beantwortung der BZÖ-Anfrage wird nun über die Zielsetzung der Kampagne aufgeklärt: "Die Inserate wurden zur Information der Öffentlichkeit über meine Arbeit in Auftrag gegeben. Die Sachthemen ergeben sich daher aus der laufenden Tätigkeit (...)", heißt es darin. Bei der Auswahl der Medien sei außerdem Bedacht genommen worden, "mit einem möglichst geringen Budgetaufwand eine entsprechende zielgruppenorientierte Informationsdichte zu erreichen".
(apa)
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