Dienstag, 4. September 2007

Schwester an Tod von 13-Jähriger Grazerin mitschuld? Süchtige bei Tablettenkauf dabei

  • Grazer Polizei hat jetzt Ermittlungen abgeschlossen

Wegen Vernachlässigung unmündiger Personen oder wegen Tötung unter besonders gefährlichen Umständen wird sich eine 23-jährige suchtgiftabhängige Grazerin verantworten müssen. Die junge Frau hatte laut Polizei mutmaßlich mit ihrer kleinen Schwester bei einem Dealer Tabletten gekauft, die schließlich - zusammen mit Alkohol - am 25. August zum Tod des 13 Jahre alten Mädchens geführt hatten.

In dem besonders tragischen Todesfall hat die Polizei nun die Ermittlungen abgeschlossen, wie der ORF Steiermark berichtete. Nach dem Polizeibericht hat die 23-jährige Schwester, selbst Mutter zweier kleiner Kinder, gestanden, am Vorabend mit ihrer Schwester bei einem Dealer Tabletten - Schlaf- und starke Schmerzmittel - gekauft zu haben. Zu Hause habe sie der 13-Jährigen erlaubt, zwei Schlaftabletten zu nehmen. Dazu trank sie eineinhalb Flaschen Bier. Ohne Wissen der großen Schwester dürfte das Mädchen später weitere, noch stärkere Tabletten gefunden und eingenommen haben.

Die Eltern der beiden waren über das Wochenende weggefahren. Sie übergaben die Aufsichtspflicht für die 13-Jährige der älteren Tochter, die bei der Polizei als suchtgiftabhängig bekannt ist. Die 23-Jährige war zunächst festgenommen, ärztlicherseits aber für nicht hafttauglich erklärt und wegen Suizidgefahr in der Landesnervenklinik Sigmund Freud in Behandlung genommen worden. Um ihre kleinen Kinder kümmert sich nun die Fürsorge.

(apa/red)

4.9.2007 13:57